Dresden - Wau! Das Angebot "Offenes Tierheim" lockte am Sonnabend zahlreiche Menschen nach Dresden-Stetzsch. Sie hielten Ausschau nach pelzigen Begleitern und treuen Freunden fürs Leben.
"Wir sind hier, weil wir einer älteren Katze gern ein neues Zuhause geben möchten. Wir hatten schon eine Katze, aber die ist vor zwei Jahren gestorben", erzählte Monika Köhler (68).
Zusammen mit ihrem Mann Harald hat sie den Weg aus dem Kurort Hartha auf sich genommen. Die Familie hat bereits zwei Tiere aus dem Tierheim groß gezogen.
"Wir haben nur gute Erfahrungen dabei gemacht. Vor allem in puncto Beratung und medizinischer Versorgung der Tiere", berichtete Monika Köhler.
Lutz Meißner (63) hätte sich kaum mehr Besucher gewünscht. Der Abteilungsleiter Tierschutz und Tierseuchenbekämpfung im Veterinäramt sah viel ehrliche Tierliebe und großes Interesse.
Große Zahl an Katzen treibt Tierheim ans Limit
"Gegenwärtig werden etwa 30 Hunde und 70 Katzen unter dem Dach des Tierheimes betreut. Nach dem Ende der Urlaubszeit konnten wir glücklicherweise viele Tiere vermitteln."
Er räumt aber ein, dass auch sein Tierheim - wie so viele andere im Land - am Limit arbeitet. "Vor allem die große Zahl an Katzen macht uns zu schaffen", sagte Meißner.
Die Tiere, die das Heim füllen, stammen aus drei Quellen. Es handelt sich dabei um aufgegriffene Fundtiere und Tiere, die in Obhut genommen wurden, weil ihre Besitzer erkrankt oder verstorben sind.
Dazu kommen noch zahlreiche Fellnasen, die aus katastrophaler Haltung befreit wurden.