Rassistischer Angriff auf drei Afrikaner: Prozess gegen Angeklagte verschoben

Erfurt - Der Prozess wegen eines mutmaßlich rechtsmotivierten Überfalls in Erfurt auf drei Männer aus Guinea ist um eine Woche verschoben worden.

Zehn Angeklagte müssen sich Ende November vor dem Landgericht Erfurt verantworten. Ihnen wird ein rechtsmotivierter Angriff auf drei Männer aus Guinea vorgeworfen. (Archivbild)
Zehn Angeklagte müssen sich Ende November vor dem Landgericht Erfurt verantworten. Ihnen wird ein rechtsmotivierter Angriff auf drei Männer aus Guinea vorgeworfen. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Weil einer der Verteidiger erkrankt sei, könne die Verhandlung nicht wie geplant an diesem Mittwoch eröffnet werden, sagte ein Sprecher des Landgerichts Erfurt am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Angaben des Landgerichts müssen sich neun Männer und eine Frau verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen im Kern vor, im August 2020 die drei Afrikaner in einem Stadtteil im Südosten der Landeshauptstadt angegriffen zu haben.

Der Übergriff hatte damals bundesweites Entsetzen ausgelöst. Die Angeklagten werden der rechtsextremen Szene zugeordnet.

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Der Angriff auf die Männer hatte sich nur wenige Meter entfernt von einer Immobilie ereignet, in der eine rechtsextreme Vereinigung damals Räume angemietet hatte.

Neuer Termin für den Auftakt des Prozesses sei nun der 30. November.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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