Von Marcel Gnauck
Frankfurt am Main - Nach dem Konzert des belarussischen Rappers Max Korzh (37) in Frankfurt hat die Polizei am Samstag 63 Menschen festgenommen. Zudem sprach sie eine Vielzahl von Platzverweisen aus, wie ein Sprecher mitteilte.
Während des Konzerts am Samstagabend im Deutsche Bank Park sei wiederholt Pyrotechnik gezündet worden. Rund 27.000 Menschen besuchten das Konzert.
Die Polizei hatte ihre Sicherheitsmaßnahmen nach Vorfällen im Vorfeld der Veranstaltung verstärkt. Bei Einlasskontrollen seien zahlreiche pyrotechnische Gegenstände sichergestellt worden. 25 Menschen, die Pyrotechnik oder andere verbotene Gegenstände bei sich hatten, sei der Zutritt zum Veranstaltungsgelände untersagt worden.
Nach Konzertende gegen 23 Uhr sei es rund um das Stadion erneut zum Abbrennen von Pyrotechnik und Feuerwerk gekommen.
Außerdem habe es mehrere körperliche Auseinandersetzungen unter Fans sowie Widerstände gegen Polizeibeamte gegeben.
Strafrechtlich relevante Vorfälle seien angezeigt worden.
Bereits Donnerstag und Freitag mehrere Vorfälle mit Pyrotechnik
Bereits am Donnerstagabend hatten sich nach Polizeiangaben rund 500 Fans auf der Frankfurter Zeil versammelt. Sie hörten laut Musik, veranstalteten sogenannte Moshpits und zündeten wiederholt Pyrotechnik. Die Polizei forderte sie auf, die Musik auszuschalten und den Bereich zu verlassen.
Am Freitagabend versammelten sich zunächst rund 250 Fans unter der Honsellbrücke. Die Gruppe wuchs auf etwa 1000 Menschen an, bevor die Polizei sie wegen des Gedränges aufforderte, in den Hafenpark zu gehen. Dort hielten sich später rund 2000 Menschen auf. Auch dort wurde Pyrotechnik gezündet.
Gegen 22.15 Uhr versammelten sich zahlreiche Fans auf der Flößerbrücke und zündeten erneut Bengalos und Feuerwerk. Als mehrere Polizeikräfte eintrafen, flüchteten die Menschen in beide Richtungen von der Brücke.
Später kam es in Alt-Sachsenhausen erneut zum Abbrennen von Pyrotechnik und vereinzelt zu Flaschenwürfen gegen Polizeibeamte.