Gen-Z-Protest auch für Frankfurt angekündigt, Polizei bereitet sich vor
Von Isabell Scheuplein
Frankfurt am Main - Auch in Frankfurt hat die Initiative "Gen Z regelt" für Samstag zum Protest für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen.
Online haben sich mehr als 10.000 Menschen angemeldet, wie auf der Internetseite der Initiative zu sehen ist. Geplant ist ein bundesweiter Protesttag. Bei ähnlichen Veranstaltungen in Frankreich, Spanien, Italien und Albanien war es jüngst zu Ausschreitungen gekommen.
Auch nach Einschätzung des hessischen Innenministers Roman Poseck (56, CDU) besteht "eine Gefahr für eine Unterwanderung des Protestes durch Linksextremisten mit Gewaltpotenzial". Am Donnerstag um 11 Uhr soll es bei einer Pressekonferenz im Polizeipräsidium Frankfurt weitere Informationen geben.
Die Gewaltexzesse und Straftaten aus Frankreich dürften kein Vorbild für Deutschland sein, mahnt Poseck: "Wir werden es in Hessen nicht zulassen, dass linke Radikale unser Stadtbild bestimmen und Sachwerte sowie menschliche Werte im wahrsten Sinne des Wortes in Flammen setzen."
Die Polizei werde stark aufgestellt sein und konsequent gegen Verstöße vorgehen, kündigte der Minister mit Blick auf den anstehenden Protest der Initiative in der Mainmetropole an. Er appelliere an alle Teilnehmer, friedlich zu bleiben.
Polizei beobachtet Entwicklung in Frankfurt am Main genau
Auch ein Sprecher des Polizeipräsidiums erklärte, man bereite sich intensiv auf den Einsatz vor. Die Polizei werde frühzeitig in der Stadt präsent sein.
Wie viele Demonstranten und Demonstrantinnen zu erwarten seien, sei momentan nicht klar.
Es handele sich um einen sehr dynamischen Prozess, daher beobachte die Polizei die aktuelle Entwicklung genau. Eine vierstellige Anzahl von Teilnehmenden sei allerdings wahrscheinlich.
Die Demonstration soll nach Angaben der Initiative ab 14 Uhr am Eisenern Steg am Mainufer starten.
Die Initiative kritisiert vor allem kaputte Schulen, Einsparungen bei Sozialem, Kultur und Gesundheit sowie steigende Lebenshaltungskosten.
Auch gegen die Wehrpflicht und für mehr Klimaschutz setzt sie sich ein.
Titelfoto: Boris Roessler/dpa

