Erneut große Demo in Frankfurt: 5000 Menschen haben sich versammelt
Von Mona Wenisch
Frankfurt am Main - Am Samstag kam es wieder zu einer großen Demonstration in Frankfurt, doch diesmal war es nicht "Gen Z regelt". In der Stadt haben sich rund 5000 Menschen versammelt, der Grund ist die Verleihung des Freiheitspreises der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung an den iranischen Oppositionspolitiker Reza Pahlavi (66).
Der älteste Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Iran nahm den Preis im Rahmen einer Feierstunde in der Frankfurter Paulskirche stellvertretend für das iranische Volk an.
Aus diesem Anlass waren zur Mittagszeit laut Polizei etwa 5000 Demonstranten in der Frankfurter Innenstadt unterwegs, größtenteils Anhänger Pahlavis.
Ein Mann wurde demnach im Bereich der Kundgebungen festgenommen. Es habe einen Hinweis auf einen Livestream gegeben, in dem er Straftaten angekündigt haben solle, teilten die Beamten mit.
Der 66-jährige Pahlavi lebt im Exil in den USA. Er hat sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht, falls das seit dem Sturz des Schahs herrschende Ajatollah-Regime in Teheran stürzen sollte.
Von vielen wird er auch kritisch gesehen, schon wegen der monarchistischen Vergangenheit des Landes unter seinem autokratisch herrschenden Vater.
Großkundgebung mit bis zu 30.000 Menschen in Frankfurt geplant
Pahlavi kündigte bei der Feierstunde in der Frankfurter Paulskirche an, er werde die Auszeichnung eines Tages in die Hände des iranischen Volkes legen - "nicht auf ausländischem Boden, sondern in unserer Hauptstadt Teheran". Er sehe seine Rolle als Brückenbauer. "Die islamische Republik ist nicht die legitime Regierung des Iran."
Für den Samstagnachmittag ist eine Großkundgebung im Frankfurter Ostpark geplant. Dafür sind laut Stadt insgesamt 30.000 Menschen angemeldet.
Erstmeldung vom 7. November, 11.44 Uhr, aktualisiert um 14.07 Uhr.
Titelfoto: Boris Roessler/dpa
