Von Christine Schultze
Frankfurt am Main - Wegen weiterer Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr herrscht am Donnerstag weitgehend Stillstand bei Straßenbahnen und U-Bahnen in Frankfurt.
Die Gewerkschaft Verdi hat von Beginn der Frühschicht an die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen.
Betroffen sein dürften alle neun U-Bahn-Linien sowie die zehn Straßenbahn-Linien in Hessens größter Stadt.
Die Verkehrsgesellschaft hatte vorab auf Ausweichmöglichkeiten hingewiesen. Busse, S-Bahnen sowie Regionalzüge seien nicht von dem Warnstreik betroffen.
Es ist bereits der dritte Warnstreik-Tag im aktuellen Tarifkonflikt der kommunalen Verkehrsbetriebe. Die aktuellen Aktionen resultierten laut Verdi aus einem "Eklat" kurz vor Ende der dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr.
Dabei hätten die Arbeitgeber überraschend zwei neue Themen auf den Tisch gebracht, die nach Verdi-Angaben Kürzungen für die Beschäftigten bedeuten.
Die ÖPNV-Verhandlungen werden von Verdi gleichzeitig in allen Bundesländern geführt. Es geht in Hessen nicht um die Gehälter der Beschäftigten, sondern um die Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag.