Heute großer Busfahrer-Streik in Frankfurt, Offenbach und weiteren Städten in Hessen

Frankfurt am Main - Die Busfahrer in Frankfurt, Offenbach, Bad Homburg, Oberursel und zahlreichen weiteren Städten in Hessen treten am heutigen Freitag in einen Warnstreik. Auch am Dienstag und Mittwoch nach Pfingsten sollen die Omnibusse stillstehen, wie die Gewerkschaft Verdi bekannt gab.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Busfahrer in Frankfurt am Main, Offenbach am Main und in vielen anderen Städten in Hessen für den heutigen Freitag zum Warnstreik aufgerufen. (Symbolbild)
Die Gewerkschaft Verdi hat die Busfahrer in Frankfurt am Main, Offenbach am Main und in vielen anderen Städten in Hessen für den heutigen Freitag zum Warnstreik aufgerufen. (Symbolbild)  © Robert Michael/dpa

Ebenso sollen nach dem Plan der Gewerkschaft die Busfahrer in Fulda, Gießen, Hanau, Nidderau, Büdingen, Gelnhausen, Bad Homburg, Weiterstadt, Rüsselsheim und Wiesbaden in den Ausstand treten, ebenso die Fahrer der Busbetriebe der Deutschen Bahn in Nordhessen.

Hintergrund ist der Tarif-Konflikt mit dem Landesverband hessischer Omnibusunternehmer. Verdi fordert dabei für die rund 6000 Beschäftigten einen zweifachen Gehaltsanstieg um jeweils 8,5 Prozent sowie einen Inflationsausgleich von 3000 Euro für alle Beschäftigten und bezahlte Pausen.

Die letzte Verhandlungsrunde zwischen Vertretern der Gewerkschaft und der Arbeitgeberseite brachte laut Verdi "nicht das erwünschte Ergebnis".

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Für den 24. Mai ist ein weiterer Verhandlungstermin angesetzt.

S-Bahnen, U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt fahren wie gewohnt

Nicht nur die U-Bahnen, auch die Straßenbahnen und S-Bahnen in Frankfurt fahren am Freitag wie gewohnt.
Nicht nur die U-Bahnen, auch die Straßenbahnen und S-Bahnen in Frankfurt fahren am Freitag wie gewohnt.  © Andreas Arnold/dpa

Für die Bürgerinnen und Bürger der Mainmetropole Frankfurt wird die Arbeitsniederlegung der Busfahrer vergleichsweise milde Folgen haben.

Zwar sei laut Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) damit zu rechnen, dass "alle der 68 Frankfurter Buslinien bestreikt werden", doch die S-Bahnen, U-Bahnen, Straßenbahnen und Regionalzüge würden wie gewohnt verkehren.

Problematischer sieht es in Kommunen wie etwa Offenbach am Main aus. In der Stadt in unmittelbarer Nähe zu Frankfurt besteht der öffentliche Personen-Nahverkehr größtenteils aus Omnibussen.

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In den Großstädten Kassel und Darmstadt muss hingegen am heutigen Freitag sowie an den beiden Tagen nach Pfingsten nicht mit Fahrtausfällen im Busverkehr gerechnet werden. Hier gelten für die Fahrer andere Tarifverträge, daher werden diese Städte in der Verdi-Mittelung auch nicht genannt.

Bereits Ende April war es zu einem massiven Busfahrer-Streik in weiten Teilen von Hessen gekommen.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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