Räumung des Fechenheimer Waldes: Gegen 15 Aktivisten wird ermittelt

Frankfurt am Main - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat nach der Räumung des Protestcamps im Fechenheimer Wald Ermittlungsverfahren gegen insgesamt 15 Aktivisten wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs eingeleitet.

Polizisten führen einen Baumbesetzer aus dem Wald - die Räumung des besetzten Teilstücks des Fechenheimer Waldes in Frankfurt am Main zog sich über mehrere Tage hin.
Polizisten führen einen Baumbesetzer aus dem Wald - die Räumung des besetzten Teilstücks des Fechenheimer Waldes in Frankfurt am Main zog sich über mehrere Tage hin.  © Boris Roessler/dpa

Einem Mitglied der Gruppe werde außerdem tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Bis auf eine Person seien alle der zunächst vorläufig Festgenommenen wieder auf freiem Fuß, nachdem sie Angaben zu ihren Personalien gemacht hätten.

Ein Mitglied der Gruppe sei in Untersuchungshaft, da es nach wie vor nicht identifiziert sei und keine Angaben zur Person mache.

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Die Polizei hatte am vergangenen Mittwoch mit der Räumung des Camps begonnen, dessen Bewohner gegen den Ausbau der A66 im Osten von Frankfurt und die damit verbundene Fällung von mehr als 1000 Bäumen im Fechenheimer Wald protestierten.

Obwohl die Aktivisten mehrfach auf das Betretungsverbot hingewiesen worden waren und sie zum Verlassen der Rodungsfläche aufgefordert wurden, seien sie dem nicht freiwillig nachgekommen, hieß es. Spezialkräfte der Polizei hatten die Aktivisten aus den Bäumen und den dort errichteten Baumhäusern auf den Boden gebracht.

Die vorläufig festgenommenen Aktivisten sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft ihre Fingerkuppen mit Sekundenkleber und Glitzerstaub dauerhaft unkenntlich und damit die Abnahme von Fingerabdrücken unmöglich gemacht haben.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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