Hamburg - Schlag gegen organisierte Kriminalität in der Hansestadt! In der Nacht zu Samstag gab es gleich mehrere Festnahmen in Hamburg, darunter laut Medienbericht auch ein führendes Mitglied der Hamburger Hells Angels.
Die Festnahmen bestätigte ein Sprecher des Lagedienstes auf Nachfrage von TAG24.
"Die heutigen Maßnahmen erfolgten im Lichte der jüngsten Gewalttaten und dienten zur Gewinnung von Erkenntnissen zu handelnden Personen, ihren Verbindungen und Kontaktstrukturen", erklärte der Sprecher weiter.
So habe es in der Vergangenheit häufiger Schießereien in Hamburg gegeben. Anfang September wurden auf St. Pauli zwei Männer erschossen, ein dritter wurde verletzt.
Mitte September dann Schüsse in einem Kulturverein in Ottensen. Am ersten Oktober-Wochenende fielen gleich an mehreren Orten Schüsse, darunter auf eine Shishabar.
Deshalb ging die Polizei nun mit einer eigenen Einheit gezielt gegen illegale Schusswaffen vor. In der Nacht zu Samstag schlugen die Beamten jetzt zum ersten Mal mit einem Schwerpunkteinsatz zu.
Schwerpunkteinsatz nach Schießereien: Mehrere Festnahmen in Hamburg
Nach Informationen des NDR hätten Beamte am späten Freitagabend mehrere schwarze Luxusautos in der Bugenhagenstraße gestoppt. Zuvor hatte die Polizei die Männer offenbar bei einer Geldübergabe beobachtet und dann zugegriffen.
Einer der Insassen, ein Hells-Angels-Boss, soll eine scharfe Schusswaffe mit sich geführt haben. In den Autos hätten die Ermittler zudem viel Bargeld gefunden. Insgesamt sollen in der Bugenhagenstraße fünf Männer festgenommen worden sein.
Und auch in der HafenCity sowie auf der Reeperbahn gab es offenbar mehrere Festnahmen. Die Ermittlungen dauern an.