Jan Delay entschuldigt sich für diese Aktion und macht Fans sprachlos

Hamburg - Der Hamburger Musiker Jan Delay (44) hat sich mit einem Post zur aktuellen Debatte um strukturellen Rassismus zu Wort gemeldet. 

Vor der Corona-Krise trat Jan Delay (44) noch auf den ganz großen Bühnen Deutschlands auf.
Vor der Corona-Krise trat Jan Delay (44) noch auf den ganz großen Bühnen Deutschlands auf.  © Axel Heimken/dpa

"So sieht mein Plattenregal aus, wenn ich die Platten von schwarzen MusikerInnen, sowie die Platten, die von schwarzen MusikerInnen beeinflußt wurden, entferne", schreibt er neben ein Stop-Motion-Video seines zunächst prall gefüllten Regals, aus dem daraufhin ausnahmslos alle Tonträger verschwinden. 

Gleiches gelte auch für seine eigenen Platten: "Hip Hop, die Kultur für und von der ich lebe, wurde von Afroamerikanern und Latinos begründet", so der 44-Jährige. Ohne schwarze Musik sei er heute eine Nichts. 

Durch die aktuelle Diskussion habe auch er gemerkt, dass es nicht reiche, sich als Anti-Rassist zu positionieren. "Das schützt einen nicht davor, irgendwas Dummes zu tun, was jemand anderen evtl. verletzen könnte", erklärt der Musiker. 

Als privilegiertes Weißer müsse er seine Haltung immer wieder hinterfragen. Er nennt dafür ein Beispiel: Während des Corona-Lockdowns habe er ein albernes Bild von sich mit einer Afro-Perücke gepostet. 

Er selbst habe sich nicht viel dabei gedacht, rückblickend sei die Perücke aber auch verletzend für andere gewesen. 

Jan Delay spricht Fans aus der Seele

"Wer bin ich, zu sagen was rassistisch rüberkommt und was nicht?! Das haben einzig und allein die Betroffenen zu entscheiden", betont Jan Delay weiter. 

Auch wenn seine Grundhaltung klar ist, wolle auch er in Zukunft noch weiter an sich arbeiten. "Nur mit ALLEN zusammen kann man diese Scheiße aus den Köpfen und den Strukturen ein für allemal rausbekommen", schreibt er und setzt unter seinen Post den Hashtag #blacklivesmatter. 

Seinen Fans scheint der Musiker mit diesem Post nur aus der Seele zu sprechen. Viele sind geradezu sprachlos und kommentieren seine Meinung einfach nur mit zustimmenden Emojis oder schreiben "Nichts hinzuzufügen", "Sehr treffend" und "Genau das!". 

Titelfoto: Axel Heimken/dpa

Mehr zum Thema Hamburg Kultur & Leute:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0