Nach Tod von Investor Klaus-Michael Kühne (†89): Was wird aus der geplanten Hamburger Oper?

Von Christiane Bosch

Hamburg - Die neue Oper in der Hamburger Hafencity soll trotz des Todes des Milliardärs und Mäzens Klaus-Michael Kühne (†89) gebaut werden.

Klaus-Michael Kühne ist mit 89 Jahren verstorben. (Archivfoto)  © Axel Heimken/dpa

"Das hat keine Auswirkungen, da der Vertrag zum Neubau der Oper mit der Kühne-Stiftung geschlossen wurde und unverändert weitergilt", sagte ein Sprecher der Kulturbehörde der Hansestadt der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg

Kühne starb in der Nacht zum Montag im Alter von 89 Jahren in der Schweiz, sein Engagement galt unter anderem auch der Elbphilharmonie. Er hatte über Jahrzehnte den Transport- und Logistikkonzern Kühne+Nagel geleitet, den er von seinem Vater übernommen hatte.

Dem Vertrag über den Neubau der Oper hatte die Hamburger Bürgerschaft zugestimmt - er sieht vor, dass die Kühne-Stiftung den Bau des Opernhauses finanziert und die Stadt dafür ein Grundstück am Baakenhöft unentgeltlich zur Verfügung stellt und erschließt. 

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Kühne hatte angekündigt, dafür bis zu 340 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Die Stadt beteiligt sich mit 147,5 Millionen Euro für standortspezifische Mehrkosten, zum Beispiel für Gründung und Flutschutz. Alle weiteren Kosten und Risiken trägt nach Angaben der Stadt die Stiftung.

Hinzu kommen rund 104 Millionen Euro für die Herrichtung des Grundstücks, die Promenade und die Ufereinfassung.

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Trotz Tod von Klaus-Michael Kühne: Bau der neuen Oper in Hamburg könnte 2030 starten

In der Hamburger HafenCity soll nach einer Vereinbarung zwischen dem Hamburger Senat und der Kühne-Stiftung das neues Opernhaus entstehen. (Archivfoto)  © Christian Charisius/dpa

Der Neubau in der Hafencity ist geplant, weil die Sanierung der alten Oper an der Dammtorstraße Kostenschätzungen zufolge mehr als eine Milliarde Euro kosten würde. 

Der Architekten-Entwurf für die neue Oper sieht ein gläsernes Opernhaus mit einer einladenden, rundum begehbaren Dachlandschaft vor, die sich zu allen Seiten zur Elbe und in die Stadt hinein öffnet. Das Bauwerk soll zur neuen Attraktion in Hamburg werden. 

Der Siegerentwurf für die neue Oper soll in den kommenden zwei Jahren in enger Abstimmung mit der Stiftung, der Stadt und der Hamburgischen Staatsoper als künftiger Nutzerin konkretisiert werden.

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Am Ende dieser Vorplanung und einer belastbaren Kostenschätzung will die Kühne-Stiftung abschließend über die Realisierung des Neubaus entscheiden.

Mit dem Bau der neuen Oper könnte Anfang 2030 begonnen werden. Die Fertigstellung wäre 2034 möglich.

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