Nach Insta-Hype: Für diese Leckereien stehen Foodies in Hamburg stundenlang an!

Hamburg - Erst seit wenigen Tagen hat die "Patisserie Johanna" in Hamburg geöffnet. Schon musste der Laden - zumindest kurzzeitig - wieder die Türen schließen. Der Grund: Überfüllung!

Am Samstag bildete sich vor der neu eröffneten "Patisserie Johanna" in der Hafencity eine lange Schlange. Besonders beliebt bei den Kunden: die Croissant-Rolls.
Am Samstag bildete sich vor der neu eröffneten "Patisserie Johanna" in der Hafencity eine lange Schlange. Besonders beliebt bei den Kunden: die Croissant-Rolls.  © Screenshot/Instagram/patisserie_johanna (Bildmontage)

Das teilten die Betreiber am Samstag selbst auf ihrem Instagram-Account mit.

"Achtung, wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen", hieß es dort in einem ersten Statement. Aktuell komme man nur noch mit bereits bestehender Reservierung und nach erneutem Anruf in den Laden hinein. Ansonsten blieben die Türen erst einmal geschlossen.

"Wir sind komplett ausgelastet und können im Moment niemanden mehr reinlassen", hieß es gegen 14 Uhr weiter. Und: "Wir sind überwältigt von dem Andrang und bitten um Verständnis."

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Am Nachmittag gab es noch mal ein Update: Nach und nach versuche man dem Andrang nachzukommen. Die Wartezeit in der Schlange vor der Tür betrage aktuell rund zwei Stunden.

Die Patisserie am Sandtorkai in der Hafencity hat erst seit rund einer Woche geöffnet. Doch die Bilder der süßen Teilchen riefen vor allem Social-Media-Foodies im Rekordtempo auf den Plan. Besonders beliebt scheinen den Fotos zufolge die Croissant-Rolls zu sein.

Hinter der Eröffnung steckt eine besonders emotionale Geschichte. Denn das Ehepaar Inka und Ralph Orth wollte damit an ihre bei der Flut im Ahrtal verstorbene Tochter und Konditormeisterin Johanna Orth (†22) erinnern.

So wurde der Laden nicht nur nach Johanna benannt, im Eingangsbereich gibt es außerdem eine Statue der jungen Frau, auch Bilder von ihr hängen an mehreren Orten in der Patisserie.

Die neue Patisserie erinnert an Konditormeisterin Johanna Orth (†22)

Johanna hatte bereits ein eigenes Konzept entwickelt

Sie selbst hatte vor ihrem Tod immer von der Eröffnung eines solchen Cafés geträumt. Den Businessplan dazu hatte sie bereits geschrieben.

Benennen wollte sie das Café nach ihrer Oma Marlies, die die Familie immer mit Kuchen und Plätzchen verwöhnt hatte. Auch ein entsprechendes Logo gab es bereits.

Für Ralph und Inka Orth stand schon damals fest, dass sie ihrer Tochter mit der Verwirklichung ihres Traumes helfen würden: Geplant war, dass sie ihr in der Produktion und dem Verkauf unter die Arme greifen.

Nach Johannas Tod entschieden sie sich dafür, trotz allem an diesem Plan festzuhalten.

Originaltext: 2. März, 15.12 Uhr. Aktualisiert: 16.50 Uhr.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/patisserie_johanna (Bildmontage)

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