Hamburg - Von klein auf lernen, wo Gemüse eigentlich herkommt: wie es gesät und geerntet wird. Praktisch mit den eigenen Händen und nicht aus dem Lehrbuch. Diese Chance haben jetzt Kinder in Hamburger Kitas.
Bei "AckerRacker", dem Bildungsprogramm des gemeinnützigen Sozialunternehmens Acker, können kleine Hamburger nun selbst den Ernteprozess verfolgen. Die Budnianer Hilfe e.V. ermöglicht drei weiteren Hamburger Kitas die Teilnahme an dem Programm.
Rund 18 Kinder der Max-Traeger-Schule am Baumacker sowie Kinder aus der benachbarten Kita Baumacker konnten bereits die Früchte beziehungsweise das Gemüse ihrer Arbeit präsentieren. Dabei zeigten die Kleinen, was sie bereits gelernt haben: Kartoffeln wurden geerntet, Beete gepflegt und Gemüse probiert.
Durch das Programm soll Natur- und Ernährungsbildung direkt in den Kita-Alltag integriert werden.
Das Ziel: Kinder pflanzen, säen und kümmern sich selbst über Monate hinweg um ihre Gemüsebeete - bis die Ernte ansteht.
"AckerRacker": Kinder begleiten ihren Acker die ganze Saison
So lernen die Kleinen praktisch, wo Lebensmittel herkommen und was sie brauchen, um zu wachsen. Zusätzlich werden Verantwortungsgefühl, Teamgeist und ein bewusster Umgang mit der Natur und Lebensmitteln gelernt.
"Kinder sind neugierig und wollen Dinge selbst entdecken. Genau das gefällt uns an 'AckerRacker': Hier wird nicht nur über gesunde Ernährung und Natur gesprochen – die Kinder erleben beides selbst", sagte Julia Wöhlke, Vorsitzende der Budnianer Hilfe e.V.
Budni-Kunden konnten im Februar ihre Einkaufsbeträge an den Kassen zugunsten des Projekts aufrunden. Knapp 27.000 Euro kamen dabei zusammen.
Mit insgesamt 39.900 Euro unterstützt die Budnianer Hilfe e.V. das Projekt "AckerRacker", damit kann das Programm an drei weiteren Hamburger Kitas umgesetzt werden.
Die Einrichtungen werden über mehrere Jahre von "AckerRacker" begleitet: Im Frühjahr wird der Acker vorbereitet und bepflanzt, im Sommer gepflegt und geerntet.
Auch außerhalb der Saison beschäftigen sich die Kinder spielerisch mit Gemüse, Ernährung und natürlichen Kreisläufen.