Eröffnung 2024? Das sind die neuen Pläne für den Hamburger Fernsehturm

Hamburg - Hamburger kennen das Innere des "Tele-Michel" nur noch aus alten Zeiten. Früher konnte man dort Kaffee und Kuchen mit Ausblick genießen. Doch schon seit rund 20 Jahren ist er nun geschlossen.

Blick auf den Heinrich-Hertz-Turm oder "Tele-Michel" in Hamburg, der früher eine beliebte Aussichtsplattform war.
Blick auf den Heinrich-Hertz-Turm oder "Tele-Michel" in Hamburg, der früher eine beliebte Aussichtsplattform war.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Vor einem Jahr stellten dann die Hamburg Messe und Congress GmbH zusammen mit der Ramp 106 GmbH von Philipp Westermeyer (41) und Tomislav Karajica (44) endlich erste Pläne für Renovierung des Towers vor.

Sie wollen die Aussichtsplattform in 130 Metern Höhe betreiben und wieder zu neuem Leben erwecken. Die Eröffnung war zunächst für 2023 geplant.

Dem Hamburger Abendblatt erzählte Karajica in einem Interview nun vom aktuellen Stand der Dinge. Die geplante Eröffnung habe sich mittlerweile auf 2024 verschoben - "im günstigsten Fall", so die Perspektive des 44-jährigen Unternehmers, der noch weitere größere Bauprojekte in Hamburg plant, darunter den Umbau des Mundsburg Towers und den Neubau der Arena Elbdome.

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Die Sanierung des "Tele-Michels" laufe bereits, das Bauvorhaben sei aber äußerst komplex."Unten ist noch ein zusätzlicher Sockelbau geplant, dort wird der Eintritt sein, Verkaufs­flächen und Gastronomie."

Mit dem Fahrstuhl gehe es dann zu den zwei oberen Plattformen. Die erste solle wieder klassisch als Aussichtspunkt genutzt werden - mit Kaffee und Kuchen, wie in alten Zeiten.

Doch auch für die zweite Ebene haben sich die Pläne des Unternehmers inzwischen konkretisiert...

Der Hamburger Unternehmer Tomislav Karajica (44, r.) steht mit seinem Geschäftspartner Philipp Westermeyer (41) neben einem Modell des Fernsehturms.
Der Hamburger Unternehmer Tomislav Karajica (44, r.) steht mit seinem Geschäftspartner Philipp Westermeyer (41) neben einem Modell des Fernsehturms.  © Christian Charisius/dpa

E-Sports-Turniere und Hochzeiten mit Aussicht

"Die zweite Ebene werden wir darüber hinaus für verschiedene Events nutzen", so Karajica weiter. Dort befand sich früher ein Restaurant, das sich binnen einer Stunde einmal um die Achse des Bauwerks drehte. Er denke da etwa an Lesungen, E-Sports-Turniere oder auch Hochzeiten.

Am 11. Mai 1968 war der fast 280 Meter hohe Heinrich-Hertz-Turm, so sein offizieller Name, eingeweiht worden. 2001 kam das bittere Aus, als der Turm wegen Asbestfunden geschlossen werden musste.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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