Von Nina Becker, Bernhard Sprengel, Helena Dolderer, Helen Hoffmann
Hamburg/Husum/Rostock/Norderney - Das Sturmtief "Manja" verursachte für die Landkreise an der Nordseeküste mehr als 100 wetterbedingte Einsätze. Größere Schäden gab es jedoch nicht.
Meist stürzten Bäume um, die teilweise Häuser und Autos beschädigten. Am frühen Sonntagmorgen traf ein herabfallender Ast eine Radfahrerin auf der B5 bei Witzwort südlich von Husum.
Die Frau sei leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es von der Polizei. Im Osten Schleswig-Holsteins und in Hamburg musste die Feuerwehr vereinzelt umgestürzte Bäume räumen.
Der Sylt Shuttle der Deutschen Bahn sagte seine Fahrten zwischen Westerland und Niebüll ab. Auf der Internetseite des Sylt Shuttles hieß es, man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht.
Auch das private Unternehmen RDC sagte Fahrten seiner Autozüge laut einer Anzeigetafel in Westerland ab.
Der Fährverkehr war ebenfalls betroffen. Nach Angaben der Reederei Hiddensee fuhren die Schiffe zur und von der Insel Hiddensee wegen der Wetterbedingungen nur stark eingeschränkt.
Am Montag werde es dort erneut zu Einschränkungen kommen. Auch bei den Verbindungen zu den nord- und ostfriesischen Inseln kam es wegen des Sturms am Sonntag zu Ausfällen.
Einige Sturmschäden in Niedersachsen und Bremen
Auch in Niedersachsen und Bremen hat das stürmische Wetter für umgestürzte Bäume, hohe Wellen und Ausfälle bei den Fähren gesorgt.
Nach Polizeiangaben krachten etwa in Leer, Bremerhaven und Oldenburg Bäume auf Straßen. Im Landkreis Uelzen beschädigten umgefallene Bäume mehrere Fahrzeuge, wie die Beamten berichteten.
Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte bereits am Sonntagmorgen vor weiteren möglichen Folgen des Sturms. So werde eine Sturmflut an der deutschen Nordseeküste erwartet.
Dabei soll unter anderem in Hamburg das Wasser am Pegel St. Pauli am Montagmorgen gegen 4 Uhr auf zwei Meter über dem mittleren Hochwasser steigen.