Sturm im Anmarsch: Wo im Norden Hochwasser erwartet wird
Von Bernhard Sprengel
Hamburg - Stürmisch im Norden: Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnt vor einer Sturmflut an der deutschen Nordseeküste.
In der Nacht zum Montag werde das Hochwasser an der ostfriesischen Küste und im Elbegebiet 1,5 bis zwei Meter, im Wesergebiet etwa 1,5 Meter und an der nordfriesischen Küste zwei bis 2,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser eintreten.
In Hamburg soll das Wasser am Pegel St. Pauli am Montagmorgen gegen 4 Uhr auf zwei Meter über dem mittleren Hochwasser steigen.
Ab einer Höhe von 1,5 Metern spricht man von einer Sturmflut. Der tiefer gelegene Teil des St. Pauli-Fischmarktes wird dann von der Elbe überspült. Eine Gefahr beginnt allerdings erst bei sehr viel höheren Wasserständen.
Wenn das Wasser 2,5 bis 3,5 Meter über dem mittleren Hochwasser aufläuft, gilt das als eine schwere Sturmflut, darüber als eine sehr schwere Sturmflut.
Hamburg und Schleswig-Holstein: Neue Woche bleibt stürmisch
Der Deutsche Wetterdienst prognostizierte für Sonntag stürmischen Südwest- bis Westwind an den Küsten, an der Nordsee vereinzelt Orkanböen. Auch am Montag soll es teils stürmischen Südwest- bis Westwind mit schweren Sturmböen geben.
Nach Angaben des Bundesamtes traten in der Saison 2025/2026 sechs Sturmfluten an der deutschen Nordseeküste auf.
Laut Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein sind die Deiche in einem guten und wehrhaften Zustand.
Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa
