Wetter in Hamburg: Jetzt kommen Sturm, Nachtfrost und Schnee

Hamburg - Wer sich angesichts des milden Wetters in Hamburg bereits auf Frühling eingestellt hat, wird enttäuscht. Der Winter meldet sich zurück – und bringt viel Wind.

Das Wochenende startet im Norden mit starkem Wind und Wellen. (Archivbild)
Das Wochenende startet im Norden mit starkem Wind und Wellen. (Archivbild)  © Volker Bartels/dpa

Die Kaltfront von Tief "Xerxes" mit Kern über dem Skagerrak zieht bis Donnerstagnachmittag über Hamburg und Schleswig-Holstein langsam ostwärts, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Bereits in der Nacht folgen die Ausläufer eines neuen Tiefs.

Damit wird es auch wieder windiger in Norddeutschland. Das macht sich ab Donnerstagnachmittag bemerkbar. Vor allem in Nordfriesland gibt es dann einzelne Windböen der Stärke 7 (um 55 km/h) aus Nordwest. In der zweiten Nachthälfte wird daraus ein Sturm. An der Nordsee erreicht er Stärke 8 bis 9 (zwischen 65 und 75 Kilometer pro Stunde) und dreht auf West.

Das Binnenland ist anfangs nur im hohen Norden betroffen, ab Freitag greifen die Windböen auch auf den Süden über. Ab dem Nachmittag gibt es stürmische Böen um 70 km/h (Stärke 8) aus Nordwest bis Nord.

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Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt bislang nicht vor einer Sturmflut.

Wettervorhersage für Norddeutschland bis Sonntag

Kalt und sonnig wird es am Sonntag.
Kalt und sonnig wird es am Sonntag.  © Christian Charisius/dpa

Diesen Donnerstag bleibt es stark bewölkt und es regnet zeitweise. Dabei wird es an der Ostsee maximal 6 Grad und 9 Grad in Hamburg. Nachts lockert sich die Bewölkung anfangs nördlich des Nord-Ostsee-Kanals auf, um sich danach wieder zuzuziehen. Es regnet, im Landesinneren gibt es vor allem südlich des Kanals Schneeregen und Schnee bei Tiefstwerten um 1 Grad. Es kann glatt werden.

Am Freitag zeigen die Wolken zahlreiche Niederschlagvarianten: Anfangs gibt es Schneeregen, vereinzelt fällt auch Schnee, später gibt es Regen- oder Graupelschauer - nur Hagel fehlt. Es wird langsam kühler. Maximal gibt es 6 Grad. In der Nacht zum Samstag fällt zeitweise weiterer Regen, Schneeregen oder Schnee. Die Temperatur sinkt auf Werte um den Gefrierpunkt.

Am Samstag ist es oft heiter, von der Ostsee ziehen vereinzelt Schnee- oder Graupelschauer auf. Höchstens wird es 5 Grad. Im Binnenland weht der Wind mäßig bis frisch, an den Küsten gibt es leichte Böen. Die Nacht wird frostig. Bei nur wenigen Wolken sinkt die Temperatur auf -3 Grad. Dabei bleibt es meist trocken.

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Am Sonntag wird es überwiegend sonnig. Vereinzelt ziehen von Norden Wolkenfelder durch, die kurze Schnee- und Graupelschauer bringen. Maximal wird es tagsüber um 5 Grad. In der Nacht um Montag gibt es unter klarem Himmel Frost bei -3 Grad und einzelne flache Nebelfelder.

Der DWD-Ausblick zeigt, dass es zwar bis zum folgenden Wochenende tagsüber Temperaturen im Plusbereich gibt, nachts dürfte es aber weiter frostig werden. Wann frühlingshaftes Wetter kommt, ist derzeit nicht absehbar.

Titelfoto: Montage: Volker Bartels/dpa, Screenshot/Wetteronline.de

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