Von Jens Albes
Wiesbaden - Die Männer in Hessen sind 2025 im Schnitt etwas älter geworden als ein Jahr zuvor - nicht aber die Frauen.
Wie eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden entsprechend zeigt, ist die Lebenserwartung der Männer im Vergleich zu 2024 um durchschnittlich 0,3 Prozent auf somit 79,6 Jahre gestiegen.
Die höhere Lebenserwartung der Frauen blieb hingegen mit 83,6 Jahren weiterhin gleich.
Wissenschaftler sehen als einen der möglichen Gründe der unterschiedlichen Lebenserwartung der beiden Geschlechter den Tabakkonsum.
"Unter Männern war starkes Rauchen im 20. Jahrhundert sehr viel weiter verbreitet als unter Frauen", erklärte Pavel Grigoriev, Leiter der Forschungsgruppe Mortalität am BiB.
Der männliche Tabakkonsum sei aber schon vor mehreren Jahrzehnten wieder abgeebbt. Frauen hingegen hätten erst in den 70ern damit angefangen. Die damit verbundenen negativen Folgen nähmen daher bei ihnen noch zu.
Bundesweit steigt die Lebenserwartung
Bundesweit ist die Lebenserwartung insgesamt gestiegen. Männer holen in allen 16 Bundesländern auf. Bei Frauen sinkt die Lebenserwartung aber mancherorts. Die Studie basiert auf der Todesfallstatistik des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden.
Die Lebenserwartung unterscheidet sich zwischen den Bundesländern unter anderem, weil Menschen dort unter unterschiedlichen Lebensbedingungen leben. Einkommen, Bildung und Arbeitslosigkeit zählen zu den stärksten Faktoren.
Menschen mit niedrigem Einkommen und geringer Bildung sterben im Schnitt früher. Auch die Ärztedichte sowie die Entfernung zu Kliniken und Fachärzten spielen mit Blick auf die Lebenserwartung eine entsprechende Rolle.