Sattelzug stürzt auf A45 Böschung hinunter: Fahrer (†38) stirbt eingeklemmt im Führerhaus
Wetteraukreis - Auf der A45 bei Altenstadt (Hessen) hat am Montagnachmittag ein Sattelschlepper die Leitplanke durchbrochen und ist die Böschung hinuntergestürzt. Der Fahrer (†38) wurde dadurch in seinem Führerhaus eingeklemmt und tödlich verletzt.
Die Bergungsarbeiten hatten sich als sehr schwierig erwiesen und über mehrere Stunden hingezogen. Die A45 in südlicher Fahrtrichtung blieb daher längere Zeit voll gesperrt. Auf 250.000 Euro wird der entstandene Schaden geschätzt.
Wie ein Sprecher der Polizei noch am Montagabend berichtete, war der 38-Jährige aus dem Landkreis Bad Kissingen (Bayern) in seinem Sattelzug gegen 16.20 Uhr auf der Autobahn in Richtung Hanau unterwegs, als er in Höhe von Altenstadt aus noch unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam.
Zeugen hätten im Anschluss beobachtet, wie der Fahrer offenbar noch versuchte gegenzusteuern und heftig nach links lenkte. Aber das nutzte nichts mehr: Der Lkw krachte durch die äußere Leitplanke und stürzte die Böschung hinunter. Dabei überschlugen sich Zugmaschine und Sattelschlepper und blieben schließlich kopfüber in dem abschüssigen Gelände liegen.
Bei ihrer Ankunft mussten die Einsatzkräfte feststellen, dass das Führerhaus stark eingedrückt war. Das gesamte Fahrzeug lag so ungünstig, dass man zunächst nicht zum Fahrer vordringen konnte.
Feuerwehr kann Lkw-Fahrer erst nach zwei Stunden befreien
Erst nach rund zwei Stunden sei es der Feuerwehr gelungen, das Wrack mithilfe eines angeforderten Autokrans so weit anzuheben, dass der Lkw-Fahrer erreicht werden konnte.
Allerdings kam für den Mann da jede Hilfe zu spät: Ein Notarzt konnte nur noch den Tod des 38-Jährigen feststellen.
Noch unklar ist derweil, wie genau es zu dem Unfall kommen konnte. Hinweise auf eine Beteiligung anderer Fahrzeuge lägen nach den bisherigen Erkenntnissen nicht vor. Ein Gutachter solle nun gemeinsam mit der Polizei den genauen Hergang rekonstruieren.
In diesem Zusammenhang werden zudem Zeugen gesucht. Hinweise nimmt die zuständige Polizei unter der Rufnummer 06181/9010-0 entgegen.
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