350 Kilo Gras geraubt: Jetzt beginnt Prozess um den "Kölner Drogenkrieg"

Von Bernhard Krebs

Köln - Brutale Misshandlungen, Explosionen und Geiselnahmen - der "Kölner Drogenkrieg" hat überregional für viel Aufsehen gesorgt.

Nach dem Raub einer großen Menge Marihuana hat es in Köln einen Drogenkrieg gegeben. (Archivfoto)  © Henning Kaiser/dpa

Als Auslöser gilt der Raub von rund 350 Kilogramm Marihuana aus einer Lagerhalle in Hürth bei Köln.

Ab Montag (9.15 Uhr) stehen nun die sieben mutmaßlichen Täter im Alter von 36 bis 48 Jahren wegen besonders schweren Raubes, gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und bewaffneten Cannabishandels vor dem Kölner Landgericht. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass eine vom Kölner Stadtteil Kalk aus operierende Bande im Juni 2024 rund 700 Kilogramm Marihuana in der Lagerhalle aufbewahrte. Davon sollen die Angeklagten erfahren und sich zu einem Raubüberfall entschlossen haben.

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Mit Maschinenpistolen bewaffnet sollen sie mehrere Männer, die in der Lagerhalle als Bewacher eingesetzt waren, geschlagen, getreten und gefesselt haben. Mit rund der Hälfte der Drogen soll die Gruppe geflüchtet sein.

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Mutmaßlichem Anführer droht Sicherungsverwahrung

Vor dem Kölner Landgericht beginnt der Prozess gegen sieben Männer. Ihnen werden unter anderem besonders schwerer Raub und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Als Folge soll die beraubte Bande alle Hebel in Bewegung gesetzt haben, um das verschwundene Marihuana zurückzubekommen. Unter anderem mit Geiselnahmen, Folterungen und Sprengstoffanschlägen sollte Druck auf mögliche Mitwisser ausgeübt werden, um Informationen über den Verbleib der Drogen zu erhalten.

Gegen den mutmaßlichen Anführer der Bande läuft seit mehreren Monaten der Prozess - dem 24-Jährigen drohen lange Haft und Sicherungsverwahrung. 

Im Zusammenhang mit dem "Kölner Drogenkrieg" gab es inzwischen zahlreiche Prozesse und auch Verurteilungen. Insgesamt mussten sich bislang mehr als 40 Angeklagte vor dem Kölner Landgericht verantworten, wie ein Sprecher sagte.

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Der Prozess gegen die sieben nun angeklagten Männer ist bis Januar 2027 terminiert.

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