Anklage nach Farbanschlag: Rechter YouTuber war plötzlich ein Grüner

Dresden/Riesa - Am 11. Januar 2025 ging es hoch her in Riesa: Die in weiten Teilen rechtsextreme AfD hielt dort ihren Bundesparteitag ab, tausende Gegendemonstranten wollte das verhindern. Das zog auch Szene-Streamer wie den AfD-Kreisrat Sebastian "Weichreite" Weber an.

AfD-Kreisrat Sebastian "Weichreite" Weber wurde mit Farbe bespritzt.  © Screenshot/YouTube/weichreite

Weil dieser plötzlich mit grüner Farbe übergossen wurde, hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen Julian L. (29) erhoben. Er wurde direkt nach der Attacke gefasst.

Weber machte es prompt zu seinem Markenzeichen, trat noch Monate nach der Farbattacke mit den grünen Flecken auf der Jacke auf. Die Attacke selbst kam jedoch überraschend von hinten, während er gerade einen Schokoriegel aß. Auch dieser wurde durch die Farbe ungenießbar.

Doch die Polizei stand direkt daneben, was für den Chemnitzer Farbschmeißer Julian L. gleich doppeltes Pech war: "Er wurde direkt vor Ort ergriffen", bestätigt Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (50).

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"Gleichzeitig wurde ein in der Nähe stehender 58-jähriger Polizeibeamter derart von der Flüssigkeit getroffen, dass seine Einsatzkleidung hiervon durchtränkt wurde und seine Haut mit der Flüssigkeit in Kontakt kam."

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Weil die Polizei unmittelbar daneben stand, wurde der Farbwerfer direkt festgenommen.  © Screenshot/YouTube/weichreite

Anklage unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung

Auch dem Streamer selbst sei von der Farbe übel geworden. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung in zwei Fällen erhoben.

Julian L. hatte bislang noch keinen Kontakt mit der Justiz und hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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