Berlin - Anfang Dezember vergangenen Jahres soll dieser Mann in Berlin-Zehlendorf ein Obdachlosen-Zelt angezündet haben - obwohl er wusste, dass gerade jemand da drin schläft.
Zweimal hat die Polizei öffentlich nach Zeugen gesucht und damit offenbar Erfolg gehabt. Sie wissen, wen sie suchen, nur wo er steckt nicht. Nun wenden sich die Ermittler erneut an die Öffentlichkeit - mit einem Foto des Tatverdächtigen und dessen Namen.
Demnach ist der Zündler bereits identifiziert. Die Polizei fahndet nach dem 39-jährigen Enrico Jahn. Ermittelt wird wegen eines versuchten Tötungsdelikts.
Die Tat soll sich am 6. Dezember 2025 im Bereich der Spinnerbrücke in Nikolassee ereignet haben. Nach bisherigen Ermittlungen soll es zuvor zu einem Streit gekommen sein, den der Beschuldigte provoziert haben soll.
Anschließend soll Jahn das Zelt des Wohnungslosen angezündet haben. Dabei soll ihm bekannt gewesen sein, dass der Mann darin schlief.
Besonders brisant: Der Tatverdächtige soll sich zunächst noch in der Nähe des brennenden Zeltes aufgehalten haben. Er wollte wohl sichergehen, dass das Feuer weiter brennt. Danach soll der 39-Jährige geflüchtet sein.
Gesuchter hat viele Spitznamen
Für das Opfer ging die Situation zum Glück glimpflicher aus: Der Mann wurde durch den Rauchgeruch wach und konnte sich noch rechtzeitig aus dem brennenden Zelt retten. Das Zelt brannte anschließend vollständig aus.
Der Gesuchte soll etwa 1,81 Meter groß und schlank sein. Zudem soll er Narben an der rechten Augenbraue sowie am Hinterkopf haben. Der Polizei zufolge ist der 39-Jährige außerdem unter den Spitznamen "Loan", "Alain" und "Iggi" bekannt.
Achtung: Wer ihn sieht, soll ihn nicht ansprechen und auch nicht an ihn herantreten.
Hinweise nimmt das zuständige Fachkommissariat des Landeskriminalamts unter der Rufnummer (030) 4664-966211 oder per E-Mail an oeffentlichkeitsfahndungen@polizei.berlin.de entgegen.
Auch an jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache können Hinweise gegeben werden.