Frau schickt Ex-Freund mehr als 36.000 WhatsApp-Nachrichten und klaut seine Türmatte

St. Pölten (Österreich) - Eine Frau (28) stand jetzt vor Gericht, weil sie ihrem Ex-Freund (31) mehrere Zehntausend WhatsApp-Nachrichten geschickt hatte.

Eine Frau schrieb ihrem Ex-Freund mehrere Zehntausend WhatsApp-Nachrichten nach dem Ende der Beziehung. (Symbolbild)
Eine Frau schrieb ihrem Ex-Freund mehrere Zehntausend WhatsApp-Nachrichten nach dem Ende der Beziehung. (Symbolbild)  © Unsplash/Kev Costello

Insgesamt 36.700 Mal schrieb die 28-Jährige ihrer verflossenen Liebe über die Kommunikationsapp, berichtet das österreichische Nachrichtenportal "Heute.at".

Und das, obwohl sich die beiden bereits vor zehn Jahren getrennt haben sollen! Acht Jahre lang war Funkstille. Vor zwei Jahren begann dann schließlich der WhatsApp-Terror mit knapp 100 Nachrichten am Tag.

Doch die Frau hat noch mehr auf dem Kerbholz: Am Auto des Mannes brach sie eine Antenne, die Scheibenwischer sowie das Emblem der Marke ab. Zudem wurde sein Briefkasten zerstört und als sie den 31-Jährigen bis vor die Haustür verfolgte, stahl sie seine Türmatte.

Dann reichte es dem jungen Mann, er erstattete auf einem Polizeirevier Anzeige gegen die Stalkerin.

Stalking, Diebstahl und Drogenhandel: Gericht verurteilt Frau

Der Fall wurde nun am St. Pöltener Gericht verhandelt.
Der Fall wurde nun am St. Pöltener Gericht verhandelt.  © dpa/apa/epa/A2918/fotoflieger.at

Während der Aufnahme der Anzeige lernten die Beamten die Täterin sogar sofort kennen. Laut "Heute.at"-Bericht soll sie nämlich mehrfach auf dem Revier angerufen haben. Was die Frau wollte, war allerdings nicht klar.

Zudem musste sie sich nun am St. Pöltener Gericht verantworten, weil sie Drogen für 7000 Euro an Jugendliche verkaufte sowie ein Parfum und verschiedene Kosmetika klaute.

Ein psychiatrischer Gutachter bescheinigte der Frau eine Borderline-Störung. Bei der Persönlichkeitsstörung treten schnelle Stimmungswechsel auf. Die Krankheit ist auch für Impulsivität und instabile, aber intensive zwischenmenschliche Beziehungen bekannt.

Die Angeklagte dazu: "Ich weiß, das war Terror. Ich fühlte mich halt verarscht und bin so gestrickt, das ist meine Krankheit", erklärte sie.

Für das extreme Stalking, die Sachbeschädigungen, den Drogenhandel und die Diebstähle gab es vom Gericht 18 Monate Knast auf Bewährung. Zudem muss die 28-Jährige den Gewinn aus den Drogendeals, rund 5900 Euro, an den Staat zahlen.

Titelfoto: Montage: dpa/apa/epa/A2918/fotoflieger.at, Unsplash/Kev Costello

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