Nach Angriff mit Maschinenpistole: 35-Jähriger muss viele Jahre ins Gefängnis
Von Aleksandra Bakmaz, Andreas Kempf
Ulm - Wegen versuchten Totschlags und schwerer Körperverletzung mit einer Maschinenpistole ist ein 35-Jähriger vom Landgericht Ulm zu acht Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann nahe einer Göppinger Asylunterkunft einen 24-Jährigen mit einer Maschinenpistole schwer verletzte. Die Kugel traf den Mann in die Brust, durchschlug eine Rippe und verletzte die Lunge. Hintergrund soll ein Streit gewesen sein. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Obwohl schwer getroffen, gelang es dem 24-Jährigen zusammen mit drei Bekannten im Alter zwischen 18 und 20 Jahren zu fliehen.
Der mutmaßliche Täter und ein Komplize, der fliehen konnte, sollen insgesamt 16 Schüsse auf die Gruppe abgegeben haben - sie jedoch nicht getroffen haben.
Die vier jungen Männer versteckten sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft im hohen Gras an der B10, die Schützen brachen die Verfolgung ab.
Zehn Tage nach der Tat im vergangenen Mai nahmen Ermittler den Verdächtigen in Esslingen fest.
Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Laut Anklage war der Mann bereits mehrfach wegen Gewaltdelikten verurteilt und erst kurz vor der Tat aus dem Gefängnis entlassen worden. Angeklagt war er wegen versuchten Mordes.
Titelfoto: Stefan Puchner/dpa
