24-Jährige stirbt an Gas-Vergiftung: Hat der Schornsteinfeger einen Fehler gemacht?
Berlin - Einem Schornsteinfeger und einem Hausmeister sollen Mängel an einer Berliner Gasheizung nicht aufgefallen sein. Nun sind sie wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
Beide sollen im Jahr 2022 Mängel an einer Gasheizung in einem Wohnhaus in Nikolassee nicht korrekt behandelt haben, wie die Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte. Eine 24-Jährige wurde kurze Zeit später tot in ihrer Erdgeschosswohnung gefunden.
Die junge Frau sei an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben. Drei weitere Bewohner mussten wegen einer Vergiftung ins Krankenhaus. Laut der Ermittler soll das Gas aus dem Heizungsraum in die Wohnungen gelangt sein – unter anderem durch ein fehlendes Abgasrohr und eine zu kleine Zuluftöffnung.
Der inzwischen 69-jährige Schornsteinfeger soll die Anlage bereits 2020 trotz bekannter Mängel freigegeben haben.
Der 60-jährige Hausmeister habe 2022 bei einer Kontrolle im Heizkeller nicht eingegriffen und die Heizung nicht abgeschaltet, obwohl dies erforderlich gewesen sein soll.
Beiden wird unter anderem fahrlässige Tötung sowie fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Beide Männer bestreiten die Anschuldigungen.
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