Brandenburger LKA-Beamtinnen sollen Zeugenaussage erfunden haben

Potsdam - Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt einem Medienbericht zufolge gegen zwei Beamtinnen des Brandenburger Landeskriminalamts (LKA) wegen des Verdachts der Fälschung einer Zeugenaussage.

Wegen einer mutmaßlich fingierten Zeugenaussage durch LKA-Beamtinnen in Brandenburg ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam. (Symbolbild)
Wegen einer mutmaßlich fingierten Zeugenaussage durch LKA-Beamtinnen in Brandenburg ermittelt die Staatsanwaltschaft Potsdam. (Symbolbild)  © Christoph Soeder/zb/dpa

Dabei gehe es um Ermittlungen rund um möglichen Abrechnungsbetrug bei einer Klinik, berichtete der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Montag. Diese seien seit 2017 mit hohem Aufwand betrieben worden.

Demnach hätten 130 Polizisten fast 30 Wohnungen, Labore und Apotheken in Berlin, Hamburg, Rostock und in Nordrhein-Westfalen durchsucht. Für die Auswertungen von beschlagnahmten Computern seien extra IT-Spezialisten engagiert worden. Von insgesamt 25 Beschuldigten seien inzwischen nur noch vier tatverdächtig.

Ein früherer Geschäftsführer sei durch die womöglich gefälschte Zeugenaussage schwer belastet worden. Sein Anwalt sei auf die angebliche Vernehmung einer Zeugin gestoßen, als er die Akten eingesehen habe. Die Frau habe aber dem RBB gegenüber bestritten, überhaupt vernommen worden zu sein.

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Ein erstes Ermittlungsverfahren dazu sei eingestellt worden, wogegen sowohl der Anwalt des früheren Geschäftsführers als auch die Anwältin der mutmaßlichen Zeugin Beschwerde eingelegt hätten.

Deswegen sei das Verfahren wieder aufgenommen worden. Den beiden LKA-Beamtinnen werde Urkundenfälschung vorgeworfen. Eine sei an den Ermittlungen rund um die Klinik beteiligt gewesen, die zweite habe die angebliche Vernehmung mit ihrer Unterschrift bestätigt.

Warum die Beamtinnen die Aussage möglicherweise fälschten, ist bislang noch unklar.

Titelfoto: Christoph Soeder/zb/dpa

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