Ex-Frau in ihrem Imbiss tödlich niedergestochen: Mann wandert in den Knast

Von Marc-Oliver von Riegen

Potsdam/Rathenow - Nach einer tödlichen Messerattacke auf seine Ex-Ehefrau in Rathenow hat das Landgericht Potsdam einen Mann wegen Totschlags zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt.

Im März startete der Prozess am Potsdamer Landgericht, nun steht das Urteil fest. (Archivfoto)  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Das teilte das Gericht mit. Das Urteil ist demnach noch nicht rechtskräftig (Az.: 21 Ks 11/25).

Der 51-jährige Vietnamese soll seiner ehemaligen Ehefrau im Juni 2025 laut Staatsanwaltschaft in dem von ihr betriebenen Imbiss fünfmal mit dem Messer in den Oberkörper gestochen haben, wobei er mit der 13 Zentimeter langen Klinge die Lunge und mehrere innere Organe schwer verletzte. Die Frau starb später an inneren Blutungen im Krankenhaus.

Der Angeklagte hatte von wiederkehrendem Streit und von Erniedrigungen gesprochen. Seine Frau habe ihn über längere Zeit "wie einen Hund" behandelt, sagte der Angeklagte zum Prozessauftakt im März.

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Vor der Tat habe er für sie "wie ein Sklave" unentgeltlich in ihrem Imbiss gearbeitet. Seine Frau habe dauernd mit ihm geschimpft, etwa weil er zu langsam gearbeitet habe. Nach eigenen Angaben hatte er zudem Angst, von der Familie der Ex-Frau vergiftet zu werden.

Die Tat geschah nach seinen Angaben im Affekt. Im Streit habe seine Ex-Frau gedroht, ihm die gemeinsamen Kinder vorzuenthalten. Dann sei es geschehen.

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An die Tat konnte er sich nach eigener Darstellung nicht erinnern. Für den Prozess waren noch weitere Verhandlungstage angesetzt, die aufgehoben wurden.

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