Mann erschießt Nachbarn mit Armbrust: Absicht oder Affekt?
Von Helmut Reuter
Neubrandenburg - Vor dem Landgericht Neubrandenburg werden am Dienstag die Plädoyers und das Urteil gegen einen 51 Jahre Mann erwartet, der seinen Nachbarn mit einer Armbrust getötet haben soll.
Der Angeklagte steht wegen des Vorwurfs des Totschlags vor Gericht.
Er soll am 18. April dieses Jahres in dem zu Neustrelitz gehörenden Ort Prälank nach einem Streit einen 32 Jahre alten Nachbarn aus etwa zwei Metern Entfernung mit der Armbrust getötet haben.
Der Bolzen traf den Mann laut Anklage am Hals und durchtrennte mehrere Blutgefäße. Der 32-Jährige sei wegen erheblichen Blutverlustes gestorben.
Der Angeklagte, der sich seit dem 19. April in Untersuchungshaft befindet, hatte ausgesagt, dass er den Nachbarn nicht habe töten wollen und im Affekt geschossen habe.
Er selbst hatte die Polizei über den Notruf alarmiert. Die Beamten stellten bei ihm damals einen Atemalkoholwert von 2,79 Promille fest.
Titelfoto: Stefan Sauer/dpa
