Nachbar mit Armbrust erschossen: Mehrjährige Haftstrafe für 51-Jährigen

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Von Helmut Reuter

Neubrandenburg - Ein 51 Jahre alter Mann, der in Neustrelitz einen Nachbarn mit einer Armbrust erschossen hat, ist wegen Totschlags zu einer Haftstrafe von sechseinhalb Jahren verurteilt worden.

Der 51-Jährige (l.) betonte, dass er den Nachbarn im Affekt erschossen habe.
Der 51-Jährige (l.) betonte, dass er den Nachbarn im Affekt erschossen habe.  © Helmut Reuter/dpa

Das verkündete Richter Benjamin Beischer am Landgericht Neubrandenburg. Die Tat ereignete sich am 18. April dieses Jahres in dem zu Neustrelitz gehörenden Ort Prälank. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Bolzen traf den Mann laut Anklage am Hals und durchtrennte mehrere Blutgefäße. Der 32-Jährige sei wegen erheblichen Blutverlustes gestorben. 

Der 51-Jährige selbst hatte die Polizei über den Notruf alarmiert. Die Beamten stellten bei ihm damals einen Atemalkoholwert von 2,79 Promille fest.

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Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren gefordert. Der Verteidiger plädierte auf minderschweren Totschlag und eine Haftstrafe von maximal fünf Jahren.

Der deutsche Angeklagte selbst nutzte vor dem Urteil die Chance zum letzten Wort und betonte: "Ich wollte ihn nicht töten. Das war nicht meine Absicht." Der Tat war ein heftiger Streit mit gegenseitigen Todesdrohungen vorausgegangen.

Erstmeldung vom 27. Oktober, 6.03 Uhr, zuletzt aktualisiert um 15.14 Uhr

Titelfoto: Helmut Reuter/dpa

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