17 Jahre nach Tod von Marwa El-Sherbini: Ihr Mörder steht erneut vor Gericht

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Chemnitz - Das Amtsgericht Chemnitz verhandelte am Freitag gegen einen Insassen der JVA Waldheim, der Beamte bedroht haben soll. Was den Fall so besonders macht: Bei dem Angeklagten handelt es sich um einen der berüchtigtsten Mörder Sachsens! Alex W. (45) brachte vor 17 Jahren Marwa El-Sherbini (†31) auf grausame Weise um.

Marwa El-Sherbini (†31) war im dritten Monat schwanger, als sie brutal ermordet wurde.
Marwa El-Sherbini (†31) war im dritten Monat schwanger, als sie brutal ermordet wurde.  © Privat/EPA

Bei der Vorgeschichte von Alex W. gerät das aktuelle Verfahren fast zur Nebensache: Er brachte Marwa am 1. Juli 2009 aus Fremdenhass mit 18 Messerstichen um. Der Tatort: ein Sitzungssaal des Dresdner Landgerichts. Dort fand die Berufungsverhandlung gegen den Deutschen statt.

Marwa sagte damals als Zeugin aus, nachdem W. sie beschimpft hatte. Während der Verhandlung zog W. ein Messer und erstach die Ägypterin brutal. Die Bluttat machte weltweit Schlagzeilen.

So gnadenlos das Verbrechen war, so knallhart wurde W. im November 2009 verurteilt. Er bekam lebenslang mit besonderer Schwere der Schuld. Seitdem schmort W. in Sachsens Gefängnissen.

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Auch nach dieser langen Zeit hat der Killer offenbar nichts an Aggressivität eingebüßt. So hatte er im Februar 2024 Beamte in der JVA Waldheim (Mittelsachsen) unter anderem mit dem Satz bedroht: "Ich mache Euch alle kalt!"

Weil hierfür eine Freiheitsstrafe unter sechs Monaten zu erwarten war, brauchte W. nicht persönlich vor Gericht zu erscheinen.

Alex W. sitzt mittlerweile in Bautzen ein

Killer Alex W. (damals 28) erschien beim Mordprozess 2009 vermummt vor Gericht.
Killer Alex W. (damals 28) erschien beim Mordprozess 2009 vermummt vor Gericht.  © Jörn Haufe

Für Anklage und Verteidigung stand fest, dass W. den JVA-Beamten täglich mit Beschimpfungen zusetzte. Deshalb wurde er 2024 auch von Waldheim nach Dresden verlegt.

Aktuell sitzt Marwas Mörder in Bautzen ein - und wird wohl noch sehr lange hinter Gittern bleiben. Verteidiger Michael Sturm: "Er nimmt keinerlei Behandlungsangebote der JVA an."

Für die Bedrohungen kassierte Marwas Killer letztlich fünf Monate Haftzuschlag. Auf die Gesamtstrafe dürfte das allerdings keinen Einfluss haben.

Titelfoto: Bildmontage: Jörn Haufe, Privat/EPA

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