Er zündete seine Wohnung in Chemnitz an: Brandstifter bleibt auf freiem Fuß
Chemnitz - Er steckte seine Wohnung in Brand, indem er Papier auf dem Wohnzimmertisch anzündete und den Herd anstellte: Dafür musste sich der psychisch kranke Eberhard M. (60) vor dem Chemnitzer Landgericht verantworten. Nun entschied das Gericht: Der Mann bleibt vorerst auf freiem Fuß.
In dem Sicherungsverfahren ging es für Eberhard M. um Freiheit oder die unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.
Die Kammer legte sich jetzt fest, dass der gelernte Maurer für eine Bewährungszeit von drei Jahren in Freiheit bleiben darf.
Allerdings muss Eberhard einige Auflagen erfüllen: Er muss die Anordnungen seines Bewährungshelfers befolgen. Darüber hinaus muss er während der Bewährungszeit in einer sozialtherapeutischen Wohnstätte im Landkreis Leipzig leben.
Zudem darf er keinen Alkohol oder sonstige Drogen konsumieren.
Eberhard M. beging die Tat am 28. März in einem Mehrfamilienhaus in der Bruno-Granz-Straße (Ortsteil Morgenleite). Nachdem er festgenommen wurde, berichtete er in geistiger Umnachtung, er sei vom Kampfmittelbeseitigungsdienst und würde alles in die Luft jagen.
Titelfoto: Haertelpress
