Erschütternder Missbrauchs-Prozess: Per SnapChat und WhatsApp drängte er Kinder zum Sex

Chemnitz - Ein Prozess am Landgericht Chemnitz zeigt, dass Missbrauch von Kindern auch ohne körperlichen Kontakt stattfinden kann. Kevin U. (32) soll zwei minderjährige Mädchen per Chatnachricht aufgefordert haben, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, zu filmen und an ihn zu schicken.

Kevin U. muss sich von dem Landgericht Chemnitz verantworten.  © Harry Härtel

Die Staatsanwaltschaft wirft U. insgesamt 19 Fälle vor, die sich zwischen Ende 2022 und Frühjahr 2023 ereignet haben sollen. Zu beiden Kindern soll er per SnapChat und WhatsApp Kontakt aufgenommen haben.

Die Mädchen waren zum Tatzeitpunkt noch keine 14 Jahre alt. Mit fordernden Nachrichten wirkte der Angeklagte "bewusst und gewollt auf sie ein", so die Staatsanwaltschaft, damit die Kinder sich selbst im Intimbereich anfassen oder Gegenstände einführen.

Eines der Mädchen soll er gedrängt haben, dass sie sich und eine Freundin nackt filmt. Zudem zwang er sie laut Anklage zu sexuellen Handlungen mit einem Hund und ihrem ebenfalls minderjährigen Bruder.

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U. ist nun wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern, sexuellen Missbrauch von Kindern ohne Körperkontakt und Herstellung von kinderpornografischen Inhalten angeklagt. Ein Urteil fiel am Dienstag nicht, der Prozess geht Ende des Monats weiter.

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