200 Flüchtlinge ins Land geholt: Justiz legt Schleusern aus Sachsen und Bayern das Handwerk!

Dresden - Zwei Männer sollen insgesamt mindestens 200 Flüchtlinge nach Deutschland geschleust haben. Jetzt wurde ihnen das Handwerk gelegt.

Die Polizei griff am Mittwochmorgen zu und legte zwei mutmaßlichen Schleusern das Handwerk. (Symbolbild)
Die Polizei griff am Mittwochmorgen zu und legte zwei mutmaßlichen Schleusern das Handwerk. (Symbolbild)  © AFP/Daniel Reinhardt

Die Staatsanwaltschaft Dresden teilte am Mittag mit, dass am heutigen Mittwoch zwei Syrer (33, 35) festgenommen wurden, die zuvor wohl für mehr als 200 illegale Schleusungen verantwortlich sein sollen.

Die Behörde ermittle zusammen mit der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle (Saale) gegen die zwei Männer, die in zehn Fällen zwischen dem 20. Januar und 16. Oktober 2020 die Ausländer ins Land holten, "obwohl sie wussten, dass diese nicht über die Erlaubnis zur Einreise verfügten", so die Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung.

Ein Ermittlungsrichter in Pirna (Sachsen) habe Haftbefehl gegen die beiden erlassen. Der Zugriff erfolgte daraufhin am heutigen Mittwochmorgen in Straßburg (Frankreich) und Fürstenfeldbruck (Bayern).

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"Umfangreiche Durchsuchungsmaßnahmen" würden auch jetzt noch laufen, unter anderem in Bayern und Frankreich, so die Ermittler.

Es werde noch "erheblich Zeit in Anspruch nehmen", zu den Taten zu ermitteln. Es gehe neben des Verdachts der gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusung von Ausländern auch darum, herauszufinden, wer mögliche Hintermänner sind.

Titelfoto: AFP/Daniel Reinhardt

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