Dresden - Übermut tut selten gut, sagt der Volksmund. Nach einem gemütlichen Grillabend mit reichlich Bier zogen Jonas P. (20) und Marc W. (29) nachts "angeheitert" durch Großenhain und zündeten Böller. Dabei richteten sie laut Anklage im August 2025 innerhalb von drei Stunden einen Schaden von über 36.000 Euro an! Nun war Prozess am zuständigen Amtsgericht Dresden.
So zogen die Kumpels gegen 2.30 Uhr durch die Spartenanlage "Gärtnerglück". Marc wollte sich angeblich "Anregungen und Ideen" holen, "wie andere ihren Garten gestalten".
Dabei zündete Jonas einen Böller, fackelte so "aus Versehen" eine Laube an. Das Gebäude stand schnell in Flammen, aber laut Jonas war es "zu dunkel, um etwas zum Löschen zu finden".
Während die Feuerwehr herbeieilte, zog das Duo weiter. Im Wohngebiet brannten daraufhin mehrere Mülltonnen, verschmorten Klingelanlagen, wurde ein Briefkasten demoliert.
Der Brand an einem Opel Corsa konnte gerade noch gelöscht werden. Dafür ging ein Opel Combo komplett in Flammen auf.
Mehr als ein Dutzend Polizisten suchten im Stadtgebiet die Zündler. "Wir liefen zickzack durch die Straßen, weil überall Polizei war", so Marc, der mit Jonas an der Festwiese ein Nickerchen einlegte.
Als sie wieder wach wurden, böllerten sie prompt weiter. Minuten später nahm die Polizei beide endlich fest.
Der Richter sprach die Böller-Chaoten schuldig. Jonas erhält als Heranwachsender Auflagen und Weisungen nach dem Jugendstrafrecht. Kraftfahrer Marc bekam 20 Monate Haft. Die Strafe wurde aber zur Bewährung ausgesetzt.