Alles gemaust, was gut und teuer war? Angeklagter vor Gericht schweigt eisern

Dresden - Hatte er ein goldenes Händchen oder haben da noch einige mitgeholfen? Siebenmal soll der Moldawier Vladislav M. (26) in Dresden und Umland zugeschlagen haben, bei Auto- und Hauseinbrüchen fast 140 .000 Euro erbeutet haben. Nun muss er sich vor dem Amtsgericht Dresden verantworten.

Vladislav M. (26) soll für zahlreiche Einbrüche in Dresden und Umland verantwortlich sein.
Vladislav M. (26) soll für zahlreiche Einbrüche in Dresden und Umland verantwortlich sein.  © Peter Schulze

Ende 2021 ging die Angst im Dresdner Speckgürtel um: Die Polizei bildete eine kleine Soko, da seit dem Ende des Sommers insgesamt schon 85 Mal in Eigenheime in Freital, dem Dresdner Süden und in Loschwitz eingebrochen wurde.

Die Ermittler vermuteten eine Bande "reisender Täter" dahinter. Nun steht Vladislav M. vor Gericht: Tatsächlich soll er für drei der Einbrüche im Jahr 2021 in Freital verantwortlich sein.

Laut Staatsanwaltschaft kam er durchs Kellerfenster, stahl gezielt Schmuck, Edelmetall und Bargeld. Große sperrige Technik blieb liegen. Der Wert der Beute lag dabei zwischen 10.000 und 12.000 Euro.

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Doch auch zu anderen Zeiten soll er schon in der Region aktiv gewesen sein: Die Anklage wirft ihm vor, am Weberplatz 2019 aus einem BMW Lenkrad und Mittelkonsole im Wert von 10.000 Euro gestohlen zu haben.

War der schweigende Moldawier wirklich alleine?

Im Oktober 2020 soll er in Freital nach einem Einbruch einen VW Golf im Wert von 61.000 Euro gestohlen haben. Bei Einbrüchen in Dresden Ende 2021 erbeutete er einmal 30.000 Euro, das nächste Mal 4000 Euro.

Viel spricht dafür, dass der bislang schweigende Moldawier das nicht alles alleine vollbracht hat. Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Peter Schulze

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