Auspacken, hinter verschlossenen Türen: "Biggest Loser" plötzlich ganz kleinlaut

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Dresden - Einst gewährte "The Biggest Loser"-Kandidat Pierre K. (37) über das Fernsehen der Öffentlichkeit bereitwillig Einblicke in sein Intimleben. Vor Gericht tut er jedoch alles, genau das zu vermeiden. Nun wird die Verhandlung wohl zu großen Teilen hinter verschlossenen Türen stattfinden. Nicht nur ihm zuliebe.

Pierre K. (37) will nicht öffentlich über seine Taten sprechen.
Pierre K. (37) will nicht öffentlich über seine Taten sprechen.  © Peter Schulze

Vergewaltigungen, Kinderpornografie und Missbauch von Jugendlichen: Mehr als 170 Taten wirft die Staatsanwaltschaft dem einstigen Reality-Sternchen vor. So heftig, dass für ihn die Sicherheitsverwahrung im Raum steht.

Einen Eindruck davon, was das für die Opfer bedeuteten muss, kam bei der Verhandlung am Mittwoch ans Tageslicht. Der Richter verlas die E-Mails von drei Zeugen oder deren Eltern, die darum baten, nicht in Gegenwart von Pierre K. aussagen zu müssen.

Alle berichten von zum Teil schweren psychischen Problemen. Es ist zu bezweifeln, dass diese Aussagen im späteren Verlauf des Prozesses in der Öffentlichkeit stattfinden.

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Am Mittwoch wollte sich zunächst Pierre K. zu den Vorwürfen äußern. Allerdings stellte sein Anwalt den Antrag, auch dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu tun und gab bekannt, einen ähnlichen Antrag zu seinem Plädoyer stellen zu wollen. Die Nebenklage widersprach und verwies auf das starke öffentliche Interesse des Falls.

Zunächst gab dem auch der Richter statt: "Der Angeklagte ist eine Person des öffentlichen Lebens", so der Beschluss. "Er hat seine Sexualität selbst umfangreich öffentlich thematisiert."

Nebenklage stimmt nicht-öffentlicher Aussage zu

Bei "The Biggest Loser" war Pierre K. noch weniger schweigsam.
Bei "The Biggest Loser" war Pierre K. noch weniger schweigsam.  © SAT1

Daraufhin jedoch ließ Pierre K. erklären, sich nur noch schriftlich äußern zu wollen, was aber noch vorbereitet werden müsse.

Weil das den Prozess verzögern würde, willigte auch die Nebenklage nun einer nicht-öffentlichen Aussage zu.

Die Prozessbeteiligten berieten sich und der Richter beschloss, dass die Aussage nicht-öffentlich stattfindet. Auch weil in ihr sexuelle Belange der mutmaßlichen Opfer thematisiert werden sollten.

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Der Prozess wird fortgesetzt.

Titelfoto: Peter Schulze

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