Brandstifter lebt nach "eigenen Rechten und Gesetzen"

Bannewitz/Dresden - Der Brandstifter von Bannewitz muss dauerhaft in eine psychiatrische Klinik. Das entschied das Landgericht Dresden. Demnach hatte Louis F. (26) im Januar 2026 einen Carport abgefackelt, ohne zu wissen, was er tat.

Brandstifter Louis F. (26) kann derzeit nur in einer Klinik geholfen werden.  © Peter Schulze

Damals war er mit seiner Mutter in Leipzig auf dem Weg zum Arzt. Der Mediziner sollte eine geeignete Therapie für Louis finden, der sich zunehmend veränderte. Doch der Junior nutzt den Moment, als seine Mutter noch schnell im Supermarkt war, um unerkannt abzuhauen.

Im Zug fuhr er Richtung Dresden, wo er dann in Bannewitz zündelte. Zeugen hatten ihn beobachtet, riefen Polizei und Feuerwehr. Louis, der mit der Tat einen Schaden von 84.000 Euro anrichtete, erinnerte sich an nichts.

Der Gutachter erklärte dem Gericht, der Patient lebe "in seinem eigenen Kosmos, mit eigenen Rechten und Gesetzen". Überdies "sieht und kommuniziert" Louis mit "zahlreichen Personen, die wir in der realen Welt nicht sehen".

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In Wilmsdorf bei Bannewitz brannte ein Carport ab. Die Feuerwehr verhinderte das Übergreifen der Flammen auf ein Wohngebäude.  © Roland Halkasch

Es wäre gut möglich, dass ihm die Brandstiftung befohlen wurde. Unbehandelt und ohne ständige medizinische Aufsicht ist Louis daher derzeit eine Gefahr für sich und andere. Deshalb ordneten die Richter nun die Unterbringung an.

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