Einbrecher in Dönerbude: Tresor-Raub nach Gullydeckel-Anschlag
Dresden - Ein rustikaler Einbruch in ein Döner-Restaurant in Dresden-Cotta wurde jetzt im Amtsgericht verhandelt. Endlich. Denn die Tat ereignete sich bereits im Dezember 2021! Zwar fielen Urteile. Aber schließen kann die Justiz die Akte noch nicht.
Damals riss nachts ein ohrenbetäubendes Klirren die Nachbarschaft an der Mobschatzer Straße aus dem Schlaf.
Vermummte hatten per Gullydeckel die Scheibe zum Dönerladen eingeworfen. Während ein Täter mit laufendem Motor im Audi wartete, stiegen zwei andere ein, liefen zielgerichtet zum Tresor.
Den schweren Geldschrank mit 13.000 Euro Bargeld, Handys und Dokumenten zerrten sie lärmend über die Fliesen.
Der Audi fuhr rückwärts ans Haus, der Tresor wurde in den Kofferraum gewuchtet. Dann fuhr die Bande davon. Das alles filmten eine Nachbarin und die Überwachungskameras im Geschäft …
Wenig später ließen die Täter den geplünderten Tresor in der Nähe zurück.
Milde Urteile für Max und Birkan
Kurz darauf stoppte die Polizei in Brandenburg Max M. (30) samt Diebesgut im Audi. Auch Mittäter Birkan S. (30) und Nabil H. (32) wurden ermittelt. Aber dann lag die Akte bei der Justiz. Bis jetzt!
Nun war Prozess gegen die geständigen Angeklagten. Sowohl Max, der sich seither dreimal wöchentlich bei der Polizei melden musste, als auch Birkan haben sich seit dem "schwarzen Tag" nichts mehr zuschulden kommen lassen.
Sie sind inzwischen Familienväter, haben Jobs, leben in anderen Bundesländern. Birkan gab zu, vom Tresor gewusst zu haben, weil er in dem Dönerladen gejobbt hatte. Wer genau die Idee zum Einbruch hatte, blieb aber ungeklärt.
Die milden Urteile: Max wurde verwarnt, Birkan bekam Bewährung. Nun muss aber noch gegen Nabil verhandelt werden. Der erschien zum Prozess am Montag nämlich nicht. Er hatte Zahnschmerzen ...
Titelfoto: Bildmontage: picture alliance / ZB, Peter Schulze

