Hausmann missbrauchte Stieftochter (15) in Dresden: "Ich gebe das mit den Mädchen zu"

Dresden - Als er wegen Corona seinen Job verlor, wurde er "voll und ganz Hausmann", 2020 war er der sorgende Vater für seine Stiefkinder. Doch die Situation nutzte Maik N. (40) laut Anklage aus.

Stiefvater Maik N. (40) hat sich derzeit am Amtsgericht zu verantworten.
Stiefvater Maik N. (40) hat sich derzeit am Amtsgericht zu verantworten.  © Peter Schulze

Er schlief mit seiner Stieftochter (damals 15), versandte an ihre minderjährigen Freundinnen Sex-Bilder und hortete obendrein auf seinem Handy widerliche Missbrauchsdateien.

Nun ist Prozess am Amtsgericht Dresden. Unter anderem wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen. "Ich gebe das mit den Mädchen zu. Aber wie die Dateien auf mein Handy kommen, weiß ich nicht", so Maik, der einräumte, mit seiner Stieftochter mehrfach Sex gehabt zu haben.

Einmal sah ihre Freundin, mit der Maik auch ein sexuelles Verhältnis hatte, sogar zu. Wie es zu alledem kam, wollte der Angeklagte nicht sagen.

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Auch das Verschicken von Porno-Bildern räumte er ein. Dass ein Foto die elfjährige Schwester seiner jugendlichen Sex-Gespielin bekam, war angeblich Zufall. "Ich textete ja mit beiden, war verwirrt", so Maik.

Maik gesteht weitere Tat

Die Polizei fand bei der Hausdurchsuchung 117 Kinderporno-Dateien auf seinem Handy. Die Speicherung bestreitet er aber. Die Staatsanwältin zitierte aus einem technischen Gutachten.

Demnach war Maik auf einer Internet-Seite, auf der es explizit um Sex mit Stiefkindern geht. "Ja", gestand er. "Da habe ich Videos gesucht."

Das Urteil folgt.

Titelfoto: Peter Schulze

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