Straftaten in Serie: Lange Haft für diesen Sadisten
Dresden - Die Bewährungsstrafe war ihm egal. Wie berichtet, beging Mohammad I. (19) nur Tage nach seiner jüngsten Verurteilung erneut schwere Straftaten. Nun muss der Deutsch-Syrer für vier Jahre und sechs Monate hinter Gitter.
"Die Rückfallgeschwindigkeit war enorm", konstatierte der Amtsrichter, der den angehenden Pflegehelfer nun endgültig hinter Gitter schickte. Mohammad saß schon 2025 auf der Anklagebank, nachdem er Passanten ausgeraubt hatte.
Einen Bekannten (13) verfolgte er bis Hřensko, bedrohte und demütigte den Jungen über Stunden. Doch der Sadist bekam dennoch Bewährung und schlug wieder zu.
Diesmal überfiel er gebrechliche Ex-Nachbarn in deren Wohnungen in Löbtau. Einer Frau raubte er über 10.000 Euro aus der Geldkassette. Einen Mann (59) fesselte er über Stunden.
Mit dessen EC-Karte hob Mohammed 2500 Euro ab. Auch einen ehemaligen Arbeitskollegen überfiel der Täter, sperrte ihn und dessen Bekannten im Keller ein.
Der 19-Jährige bekommt nun Therapie
Danach ging Mohammad nach Hannover, wo seine Familie inzwischen lebt.
Hier überfiel er in drei Tagen zwei Bäckereien, wurde aber gefasst.
"Tut mir leid, aber ich brauchte das Geld", so der Angeklagte im neuen Prozess. "Für Klamotten, Spielhalle und Drogen."
Der Richter sah in ihm einen "emotional verarmten" Jugendlichen, der dringend therapiert werden muss. Dazu sei nun während der Haft lange genug Zeit. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
Titelfoto: Bildmontage: Peter Schulze
