Hausmeister der mutmaßlichen Killerwitwe: "Sie hat mich verarscht"

Dresden - Im Prozess um die mutmaßliche Killerwitwe Ramona B. (53) am Landgericht Dresden sprach erneut der Mitangeklagte Claus T. (76). "Ich habe Angst, in Haft zu sterben, obwohl ich nichts gemacht habe", sagte der Rentner. Zumindest bei einigen Zuhörern im Saal fand er offene Ohren. Sie forderten lautstark seine Freilassung, bis der Richter ihnen mit Ordnungsgeld drohte.

Claus T. (76) hat Angst, in Haft zu sterben.  © Holm Helis

Laut Anklage überfuhr Ramona ihren Ehemann, Insolvenz-Anwalt Peter B. (†76), um an sein Millionenerbe zu kommen. Das Tatauto, einen GLK, besorgte Claus.

Der Ex-Hausmeister des Paares bestreitet, von Ramonas Absichten gewusst zu haben. Er will ihr nur ein Auto für eine illegale Schweinejagd besorgt haben.

"Sie hätte alles alleine machen können. Aber sie brauchte mich als dummes Opfer. Sie hat mich verarscht", so der Angeklagte, der seit über einem Jahr in U-Haft sitzt. "Wie können Sie glauben, dass ich bei einem Mord helfen könne? Das ist absurd", wandte sich Claus an die Kammer.

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Er habe sich aufgegeben, hielt nur für seine Frau und seine Familie durch.

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Ramona B. (53) saß - wie immer - schweigend auf der Anklagebank.  © Peter Schulze

Während der Erklärung meldeten sich Zuschauer lautstark zu Wort: "Lasst den Mann frei!" und "Der Mann ist unschuldig! Freilassen!", war zu vernehmen. Bat der Richter anfangs freundlich um Ruhe, herrschte erst Stille, als er mit Ordnungsgeld drohte ...

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