Dresden - Am 12. Januar 2025 schrammte die Deutsch-Ukrainerin Mercedes W. (22) einen Mercedes, fuhr einfach weiter. Vor Gericht kam sie dafür mit Arbeitsstunden davon.
Es war wohl Überforderung: Eigentlich war Mercedes auf dem Weg zum Dresdner Hauptbahnhof, um ihre Tochter abzuholen, wollte von der Schweizer Straße nach links in die Bayrische Straße abbiegen. Von dort kam jedoch der Mercedes.
"Ich habe das falsch eingeschätzt", gestand die angehende Erzieherin. "Der stand doch weiter vorne als gedacht."
So schrammte sie den Wagen, hinterließ 4375,76 Euro Schaden und fuhr einfach davon. Eine Überforderungssituation und Angst vor Ärger mit den Eltern, wie die junge Frau angab.
Weit kam sie jedoch nicht, denn der Geschädigte verfolgte sie bis zum Hauptbahnhof, parkte sie dort zu. Auch er hatte den Eindruck, dass Mercedes schrecklich aufgeregt gewesen sei.
Bislang ist die Frau der Polizei wegen eines Diebstahls und einer Trunkenheitsfahrt bekannt. Die fand aber erst nach der Fahrerflucht statt, konnte somit nicht angerechnet werden.
Weil sie zwischenzeitlich schon freiwillig ein Fahrsicherheitstraining absolviert hatte, der Schaden beglichen ist und bei ihr noch Jugendstrafrecht gilt, wurde das Verfahren gegen 20 Stunden gemeinnützige Arbeit eingestellt.