Messerattacke und fliegender Feuerlöscher: Haft und Entzug für Koks-Randalierer

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Dresden - Zweimal kommt er beim selben Richter nicht damit davon: Am 27. Januar verurteilte das Dresdner Amtsgericht Mohamad Q. (20) zu einem Jahr und sieben Monaten Haft wegen bewaffneten Drogenhandels - auf Bewährung, weil er versprach, einen Entzug zu machen. Am Dienstag saß der Algerier vorm selben Richter, weil er am 9. Mai auf Drogen randalierte und einen Mitbewohner mit Messer und Feuerlöscher angriff.

Mohamad Q. (20) muss nun wirklich hinter Gitter.
Mohamad Q. (20) muss nun wirklich hinter Gitter.  © Steffen Füssel

Sulaiman A. (26) hat zwei Narben - warum, weiß er bis heute nicht: "Ich habe geschlafen, da hat jemand geklopft", sagt er. "Ich habe die Tür aufgemacht, der hatte ein Messer in der Hand."

Gemeint ist sein Nachbar Mohamad Q., der erst vor ein paar Tagen im Heim ins Nachbarzimmer gezogen war. Miteinander zu tun hatten die beiden bisher nicht.

Mit dem Cuttermesser verpasste der Angeklagte seinem Opfer einen Schnitt im Nasenflügel und einen im Arm. Sulaiman A. flüchtete, bekam noch einen Feuerlöscher hinterhergeworfen.

Morddrohungen und Fake-Accounts bei "Beate Uhse": Nach der Corona-Impfung soll diese Frau einen Arzt gestalkt haben
Gerichtsprozesse Dresden Morddrohungen und Fake-Accounts bei "Beate Uhse": Nach der Corona-Impfung soll diese Frau einen Arzt gestalkt haben

Mohamad Q. behauptet, erst mit Sulaiman gekokst zu haben und dass dieser ihn angegriffen habe. Er hätte sich gewehrt, aber ohne Messer. Eine glatte Lüge, denn alle Zeugen bestätigten die Version des Angegriffenen.

Mit einem Feuerlöscher warf er nach einem Mitbewohner. (Symbolfoto)
Mit einem Feuerlöscher warf er nach einem Mitbewohner. (Symbolfoto)  © 123RF

Weil Mohmad Q. in einem anderen Heim alle seine Möbel für 580 Euro kaputtgeschlagen hatte, mit Kokain-Beutelchen im Mund erwischt wurde und die Klingelanlage eines Neubaus für 23.000 Euro mit einem Stein zerstört hatte, muss er nun für zwei Jahre und zehn Monate hinter Gitter und außerdem einen Entzug machen.

Titelfoto: Steffen Füssel

Mehr zum Thema Gerichtsprozesse Dresden: