"Parken auf eigene Gefahr": Eier-Attacke auf Streifenwagen

Dresden - Diese kindische Tat kostet ihn ein saftiges Ordnungsgeld. Reiner M. (61) bewarf ein Polizeiauto mit Eiern. Beim Amtsrichter in Dresden hatte er dafür eine kühne Erklärung.

Anwohner Reiner M. (61) warf Eier auf die Polizei.
Anwohner Reiner M. (61) warf Eier auf die Polizei.  © Peter Schulze

Im August 2025 nahmen Ordnungshüter kurz vor 20 Uhr am Supermarkt an der Spitzwegstraße (Leubnitz) einen "Parkplatz-Unfall" auf, stellten ihren Dienstwagen quer über zwei Parkplätze ab. Das missfiel Reiner im angrenzenden Haus.

Aus dem ersten Stock rief er: "Fahrt Eure Karre weg!" Nach kurzer Diskussion knallte er sein Fenster zu. "Als wir wieder losfuhren, knallte es auf dem Auto", so ein Polizist. "Auf dem Dach und auf dem Weg lagen lauter Eier."

Gesehen hat den Werfer niemand. Aber die Unfallbeteiligten, die noch an ihren Autos standen, sahen, aus welcher Richtung die Geschosse kamen: aus dem Fenster des Pöblers.

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"Wir haben geklingelt und geklopft, um mit ihm zu reden. Er öffnete nicht", so ein Polizist. Nachbarn berichteten, Reiner würde "regelmäßig Nachbarn und Verkäufer vom Supermarkt tyrannisieren".

Reiner M. zog Einspruch zurück

Wegen Belästigung der Allgemeinheit brummte ihm das Ordnungsamt (samt Gebühren) 128,50 Euro auf. Dagegen zog Reiner vor Gericht.

"Das war ich nicht. Es gibt keine Beweisfotos", sagte er. Und: "Da steht doch ein Schild 'Parken auf eigene Gefahr'". Der Richter aber machte dem Eierwerfer klar, dass das Ordnungsgeld sogar höher ausfallen könnte (bis zu 1000 Euro).

"Dazu kämen Gerichtsgebühren. Das wird nur teurer für Sie." Reiner zog daraufhin den Einspruch zurück. "Obwohl ich das gar nicht war", betonte er.

Titelfoto: Peter Schulze

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