Pizza-Botin lieferte Crystal in den Knast

Dresden - Langfristig ist Pizza dann wohl doch die bessere Wahl: Unter anderem, weil sie ein Crystal-Päckchen in den Dresdner Knast geschmuggelt hatte, musste sich Pizza-Botin Antje M. (39) vor dem Amtsgericht verantworten. Dabei will sie mit harten Drogen gar nichts zu tun haben.

Antje M. (39) lieferte fast fünf Gramm Crystal ins Gefängnis.
Antje M. (39) lieferte fast fünf Gramm Crystal ins Gefängnis.  © Peter Schulze

Was versteht man unter "Gemütlichkeit"? Nachdem Antje M. beim Besuch im Dresdner Gefängnis mit 4,95 Gramm Crystal erwischt wurde, tauchte genau dieser Begriff in verdächtigen Nachrichten auf ihrem Handy auf.

Am 26. Mai und 17. Juni 2020 soll sie ebenjene "Gemütlichkeit" in Dresden verkauft haben. Die Staatsanwaltschaft warf ihr vor, mit Heroin gehandelt zu haben.

"Ich habe mit Heroin noch nie etwas zu tun gehabt und will es auch nicht", so die Angeklagte. "Ich habe maximal Gras gekauft und verkauft!"

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Da das tatsächlich, auch aufgrund anderer angeklagter Marihuana-Dealereien wahrscheinlicher ist, glaubte ihr das Gericht. Aber wieso wurde sie dann im Knast mit fast fünf Gramm Crystal erwischt?

"Ich hatte den Bekannten regelmäßig in Haft besucht", erklärte Antje M. "Da hat er mich gefragt, ob ich ihm etwas mitbringen kann. Er wollte mir dafür Geld überweisen. In Löbtau habe ich dann eine Knolle übernommen, wusste aber nicht, was da drin war."

Für den Handel und den Besitz von Drogen verurteilte sie das Gericht am Dienstag zu 3000 Euro Strafe. Auch, weil sie sich mittlerweile in Suchtberatung befindet und wahrscheinlich wirklich nur noch Pizza liefert.

Titelfoto: Peter Schulze

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