Prozess gegen Liebes-Betrügerin: Kira sitzt schon im Knast, jetzt droht ihr weitere Strafe

Dresden - Das gibt Knast-Zuschlag! Kira K. (26) sitzt gerade zwei Jahre und sechs Monate ab, weil sie Lovescammern half, ergaunertes Geld zu waschen. Doch die Fahnder legten nach, verfassten eine weitere Anklage gegen die Ukrainerin. Nun ist Prozess am Landgericht Dresden gegen die Englischlehrerin.

Kira K. (26) gestand ihre Zuarbeit für die Lovescammer.  © Steve Schuster

Kira gestand, dass sie für zwei Männer agierte. Einer war ihr damaliger Freund. "Das war noch in der Ukraine. Anfangs dachte ich wirklich, er macht was mit Kryptowährung. Aber dann gestand er mir, was das wirklich ist."

Die Betrüger hatten mehrere fiese Maschen, um von Opfern in Dänemark, Deutschland, Belgien oder Polen Geld abzuzocken. Da gab es die Lovescammer. Dabei werden übers Internet erst Liebschaften vorgegaukelt, dann um Geld "gebeten".

Wahlweise baute Kiras Ex Internetseiten angeblicher Transportunternehmen, die Zollgebühren verlangten. Oder Opfern wurde von "Banken" vorgegaukelt, Millionen gewonnen zu haben, aber es würden "Gebühren" anfallen.

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Kira eröffnete europaweit zahlreiche Konten, um das ergaunerte Geld abzufassen. "Ich musste es dann sofort abheben oder weiter überweisen", so die Angeklagte. Mit Kriegsausbruch verließ der Trupp die Ukraine, arbeitete aber weiter. So stöberte Kira eine alte Freundin in der Slowakei auf, gab ihr laut Anklage Anweisungen, ebenfalls Konten zu organisieren.

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Sie selbst arbeitete zeitweise "von ihrem Wohnsitz" in Spanien aus. Kira bekam pro Überweisung 10 Prozent der Summe. Laut Staatsanwalt 184.000 Euro. Doch irgendwann ermittelten die Behörden. Und als sie in Sachsen ihren Sohn besuchen wollte, klickten Handschellen. Urteil folgt.

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