Rentner abgezockt! Haftstrafen in Dresden für betrügerisches Pärchen

Dresden - Hatte AfD-Chefin Alice Weidel (47) versehentlich einen todsicheren Tipp zum schnellen Reichtum verraten? Nach einer entsprechend gefälschten YouTube-Werbung saß der Dresdner Rentner Hubert B. (85) einer Betrugsmasche auf. Hätte seine Tochter nicht eingegriffen, hätte der Senior 30.000 Euro an Betrüger übergeben.

Liudmyla A. (67) begleitete ihren Freund einmal und landete dafür in Haft. Mykhailo B. (59) war in mehreren Ländern als Geldabholer unterwegs.  © Bildmontage: Steffen Füssel (2)

Stattdessen verhaftete die Polizei das ukrainische Pärchen Liudmyla A. (67) und Mykhailo B. (59). Zumindest Letzterer hatte bereits in der Schweiz und in Brandenburg vermeintliche Anleger abgezockt.

Er war sich so sicher: "Ich habe mal Finanzwirtschaft studiert", sagt Rentner Hubert B. Doch das Angebot bei YouTube war wohl zu verlockend. Er registrierte sich, zahlte 235 Euro ein und sah dann eine unglaubliche Rendite.

"Ein paar Tage später sagte die Firma, ich solle 30.000 Euro einzahlen", so der Dresdner. Schließlich überzeugte die Tochter ihren Vater, dass es dabei wohl nicht mit rechten Dingen zugehe - und rief die Polizei.

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Die stellte am 16. September 2025 vor dem Wohnhaus eine Falle, seitdem sitzen Liudmyla A. und Mykhailo B. in Haft.

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Geständnis vor Gericht

Mit AfD-Chefin Alice Weidel (47) und anderen Promis locken Betrüger Anleger in die Falle.  © Screenshot

Schnell fanden die Ermittler auch heraus, dass Mykhailo B. bereits am 5. September 29.000 Euro bei einer Frau in Brandenburg abgeholt hatte. Die Betrügerbande hatte bei ihr über Überweisungen und andere Kuriere insgesamt über 700.000 Euro erbeuten können.

Sie verlor ihre kompletten Ersparnisse und hat nun Schulden bei Freunden. Auch in der Schweiz war Mykhailo B. schon als Abholer unterwegs, hatte dort der Pflegeassistentin Olga S. (56) einmal 82.000, einmal 42.900 und noch mal 25.000 Franken abgeknöpft.

Vor Gericht gestehen beide vollumfänglich: Mykhailo B. gibt an, bei Facebook eine Anzeige für einen Job als Kurierfahrer gefunden zu haben. 1500 Euro bekam er jeden Monat. Freundin Liudmyla A. gibt an, von ihm einmal gebeten worden zu sein, ihn zu begleiten.

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Er bekam dafür am Mittwoch zwei Jahre und elf Monate Haft aufgebrummt. Außerdem hat er nun 176.643 Euro Schulden. Sie kam mit neun Monaten auf Bewährung davon.

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