Rosenkrieg um den Hund - Da tickte Frauchen aus

Dresden - Bei manchen eskaliert der Streit um die Kinder, bei Petra S. (44) und ihrem Ex-Freund Michael G. (45) ging es um Hundedame Paula. Trotz schriftlicher Umgangsregelung setzte sie im Streit um das Tier sogar Pfefferspray ein, landete dafür am Montag auf der Anklagebank.

Petra S. (44) kam am Montag noch mal glimpflich davon.
Petra S. (44) kam am Montag noch mal glimpflich davon.  © Peter Schulze

Fünf Jahre waren Petra und Michael ein Paar, doch die letzten Monate liefen alles andere als harmonisch. Wechselseitige Anzeigen und Gewaltvorwürfe.

Bei einem Streit im Juli 2023 ging auch die Scheibe der Balkontür zu Bruch, was Petra auch vor Gericht einräumte. Doch schwerer wiegt eine Pfefferspray-Attacke. Dabei war sie mit ihrer Tochter im Auto unterwegs, als sie den Ex mit dem Hund sah. "Da ist sie sofort zu mir gerannt und ins Auto gesprungen", so die Krankenschwester.

Doch da sei auch schon der Ex auf sie zugestürmt, habe nach ihr gegriffen. "Da habe ich das Tierabwehr-Spray genommen und mir nicht anders zu helfen gewusst."

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Tatsächlich gab es um den Hund schon länger Streit, beide hatten sogar einen Vertrag abgeschlossen, der den Umgang regelt. Der Ex selbst bestätigte, dass er auf sie zugerannt kam.

Petra S. kommt glimpflich davon

Glück für die Angeklagte: Aufgrund vergangener Handgreiflichkeiten sah der Richter eine Notwehrlage. "Man muss nicht warten, bis der erste Schlag getroffen hat", begründete er den Freispruch für die gefährliche Körperverletzung.

Eine Verurteilung hätte übrigens auch den Verlust ihrer Zulassung als Krankenschwester bedeutet. Wegen der zerbrochenen Scheibe bekam Petra S. jedoch ein Urteil wegen Sachbeschädigung, muss 2100 Euro Strafe zahlen.

Titelfoto: Peter Schulze

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