Schmerzhafter Streit unter Rauchern: Im Crystal-Rausch langte der Platzwart zu
Dresden - "Crystal machte einen anderen Menschen aus mir", sagte Ronny P. (45) im Prozess im Amtsgericht Dresden. "Ich erkannte mich selber nicht mehr." Nach reichlich Bier und Drogen ging er auf seinen Bekannten Marko S. (46) los. Der stürzte so unglücklich, dass er bis heute an einem gebrochenen Fuß laboriert. Nun wurde der ehemalige Fußball-Platzwart Ronny verurteilt.
Im Oktober 2025 trafen beide abends zufällig am Jägerpark aufeinander und stritten. Angeblich mischte sich Marko in die Beziehungen von Ronny ein. "Dann wollte er eine Zigarette", so das Opfer, das mit einem Schlagstock attackiert und um die ganze Packung gebracht wurde.
"Ich wollte die Packung behalten und schubste ihn weg", gestand Ronny. Putzmann Marko stürzte, brach sich das rechte Fußgelenk, wurde operiert, läuft bis heute an Krücken und hofft, im Sommer wieder arbeiten zu können.
"Das wollte ich nicht", so Ronny. Er sei seinerzeit in einer Krise gewesen. "Ich will mich schon lange scheiden lassen, meine Ex-Frau aber nicht", so der Angeklagte.
Nach acht Jahren Abstinenz sei er deshalb rückfällig geworden, konsumierte wieder Alkohol und Drogen. Er verlor seine Wohnung, den Job als Platzwart. Inzwischen ist Ronny wieder in Therapie, hat eine neue Beziehung, eine Wohnung, wurde Vater. "Ich will wieder ein normales Leben führen", so Ronny.
Das Gericht verurteilte ihn zu zwei Jahren Haft. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Mit knallharten Auflagen: Ronny muss jetzt viermal im Jahr zum Drogentest und 300 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten. Außerdem muss er Marko Schmerzensgeld zahlen, wenn er wieder einen Job hat.
Titelfoto: Steven Schuster
