Schwere Vorwürfe gegen Sachsens Landesrabbiner: Akiva Weingarten wegen Betrugs und Geldwäsche vor Gericht

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Dresden - Er hat ein hohes Amt seiner Gemeinde inne. Akiva Weingarten (41) ist Landesrabbiner von Sachsen. Doch der Würdenträger sitzt derzeit im Amtsgericht Dresden wegen Betruges und Geldwäsche!

Akiva Weingarten (41) muss sich im Amtsgericht Dresden verantworten.
Akiva Weingarten (41) muss sich im Amtsgericht Dresden verantworten.  © Peter Schulze

Laut Anklage half der amerikanisch-ungarische Rabbi zwei Bekannten (einem Israeli und einem Ukrainer) beim sogenannten Microsoft-Support-Betrug.

Dabei bekommen Nutzer ungefragt Werbung angezeigt. Wird die angeklickt, öffnet sich ein Fenster. Das kann nicht gelöscht werden und suggeriert, der Rechner wäre von "offizieller Seite" gesperrt, sämtliche Daten würden in Kürze gelöscht.

Abhilfe böte aber die angegebene Hotline. Die Betroffenen riefen dort an, landeten in einem Call-Center in der Türkei, bekamen unnütze und teure Sicherheitspakete aufgeschwatzt, um die in Wahrheit nie gesperrten Rechner wieder zu entsperren.

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Bei 469 Opfern wurden so insgesamt 148.000 Euro abgezockt!

Übers Internet wurden über die arglosen Kunden abgezockt.
Übers Internet wurden über die arglosen Kunden abgezockt.  © 123RF

Sachsens Landesrabbiner in Dresden vor Gericht: Anwalt räumt "Anteil" an Taten ein

Als Gemeinderabbiner empfing Weingarten auch schon Sozialministerin Petra Köpping (67).
Als Gemeinderabbiner empfing Weingarten auch schon Sozialministerin Petra Köpping (67).  © Eric Münch

Weingarten war demnach für die Finanzen zuständig. Sein Verteidiger Andrej Klein erklärte, sein Mandant habe tatsächlich eine Firma gehabt. Die Bekannten baten, ihre Geschäfte darüber abwickeln zu können.

"Es ist nicht auszuschließen, dass die Taten ohne die deutsche Firma und ohne Konten meines Mandanten nicht begangen worden wären. Er hat also einen Anteil daran", sagte Klein. Allerdings habe Akiva mit den Betrugshandlungen selbst nichts zu tun.

Gegen die Haupttäter wird noch ermittelt, die Beweislage ist schwierig, die Taten liegen sechs Jahre zurück. Zumindest die 469 Betrugsfälle stellte das Gericht deshalb ein.

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Blieb die Geldwäsche. Über seinen Anwalt räumte Weingarten ein, nicht überprüft zu haben, was das für Gelder sind, die er da ins Ausland transferierte.

Urteil folgt.

Titelfoto: Bildmontage: Peter Schulze, 123rf

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